01. Februar, 2026

Wirtschaft

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes sichert langfristige Planungsstabilität für deutsche Unternehmen

Das Bundeskabinett hat jüngst eine bedeutsame Entscheidung getroffen, indem es einer Verlängerung der Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas zugestimmt hat. Diese maßgebliche Maßnahme erhöht die Bezugsdauer von 12 auf 24 Monate. Ursprünglich sollte diese Regelung zum 31. Dezember 2025 enden; nun wird sie um ein weiteres Jahr fortgesetzt. Diese Verlängerung zielt darauf ab, Unternehmen in wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Zeiten Stabilität zu bieten und die Einkommenssicherheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten.

Besonders in einer Phase erhöhter Unsicherheit, die durch eine volatile US-Handelspolitik gekennzeichnet ist, erweist sich diese Verlängerung als ein entscheidender Schritt zur Sicherung von Arbeitsplätzen, insbesondere in exportorientierten Branchen. Sie bietet betroffenen Unternehmen die notwendige Flexibilität, um in einem unsicheren internationalen Marktumfeld auf veränderte Bedingungen reagieren zu können.

Obwohl im November ein leichter Rückgang der neu gemeldeten Kurzarbeit von 36.000 auf 34.000 Personen verzeichnet wurde, bleibt das Thema aktuell und relevant. Insgesamt sind etwa 200.000 Beschäftigte in verschiedenen Formen von Kurzarbeit involviert. Die Bundesregierung sieht die Gefahr eines erheblichen Personalabbaus bei den von Kurzarbeit betroffenen Betrieben, falls die Regelung nicht verlängert würde. Vor diesem Hintergrund prognostiziert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusätzliche Ausgaben in Höhe von rund 180 Millionen Euro, die sich vorwiegend im Jahr 2026 niederschlagen werden.

Die Regierung betont zudem die Bedeutung von Qualifikationsmaßnahmen während der Kurzarbeitsphasen. Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius ist es unerlässlich, dass Arbeitnehmer in dieser Zeit Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, um in einem zunehmend digitalisierten Arbeitsumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Kurzarbeit bietet den Unternehmen die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren und somit Kosten zu optimieren, während die Agentur für Arbeit finanzielle Unterstützung bereitstellt, um die Belastungen für die Beschäftigten zu mindern.

Insgesamt stellt die Verlängerung der Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld eine strategische Maßnahme dar, um sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft als auch die soziale Sicherheit der Arbeitnehmer zu stärken. Dies unterstreicht den entschlossenen Willen der Bundesregierung, in Krisenzeiten aktiv steuernd einzugreifen und langfristige Lösungen zu finden.