14. März, 2026

Wirtschaft

Verkehrswende auf Kurs: Deutschlandticket kurbelt Fahrgastzahlen an

Verkehrswende auf Kurs: Deutschlandticket kurbelt Fahrgastzahlen an

Mit der Einführung des Deutschlandtickets hat der öffentliche Personenverkehr in Deutschland frischen Aufwind erhalten. Laut dem jüngsten Bericht des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Fahrgäste auf nahezu 10,9 Milliarden an, was einem Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Aufwind bewegt die Fahrgastzahlen zwar in die richtige Richtung, doch die Frequenz im Linienverkehr von Bussen und Bahnen bleibt weiterhin 8 Prozent hinter den Vor-Corona-Zahlen zurück.

Seit dem 1. Mai 2023 können Reisende mit dem Deutschlandticket für 49 Euro eine neue Preisoption nutzen, die trotz höherer Kosten gegenüber dem früheren 9-Euro-Ticket zu einer deutlichen Belebung im Eisenbahn-Nahverkehr führte. Besonders nach der Ticketeinführung wurde ein Anstieg von 6 Prozent im dritten Quartal gegenüber dem vorherigen Vierteljahr verzeichnet. Über das ganze Jahr betrachtet, verzeichnete der Eisenbahn-Nahverkehr ein beachtliches Fahrgastplus von 9 Prozent, was einer Anzahl von 2,6 Milliarden Passagieren entspricht. Trotz dieses Zuwachses liegt das Volumen im Vergleich zu 2019 immer noch um 9 Prozent niedriger.

Im öffentlichen Personennahverkehr, der den Löwenanteil des Linienverkehrs ausmacht, wurde ebenfalls eine positive Entwicklung festgestellt: die Fahrgastzahlen kletterten um 7 Prozent. Der Fernverkehr erlebte sogar einen Zuwachs von 9 Prozent auf 159 Millionen Reisende, wovon 148 Millionen mit der Bahn unterwegs waren. Fernbusse verzeichneten mit 10,4 Millionen Passagieren einen beachtlichen Anstieg von 39 Prozent zum Vorjahr, auch wenn diese Zahl immer noch weit unter den Werten von 2019 liegt.

Die Statistiker führen neben der Attraktivität des Deutschlandtickets auch das leichte Bevölkerungswachstum von rund 0,3 Millionen Personen auf 84,7 Millionen als eine Ursache für die gesteigerten Fahrgastzahlen an. Es scheint, dass die Weichen für eine umweltfreundliche Verkehrswende somit weiterhin gestellt sind – auch wenn das Ziel noch nicht vollends erreicht ist.