02. Februar, 2026

Märkte

Verhandlungen zwischen USA und Iran deuten auf mögliche Senkung der Ölpreise hin

Zu Beginn der Woche haben die Ölpreise einen signifikanten Rückgang erfahren, der im Wesentlichen durch die bevorstehenden diplomatischen Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran begünstigt wurde. Marktanalytiker bewerten die geopolitischen Spannungen im Persischen Golf, einer bedeutenden ölreichen Region, als reduziert. Dies resultiert aus den Signalen beider Nationen, die Bereitschaft zeigen, diplomatische Verhandlungen aufzunehmen. Diese Entwicklung hat zu einem bemerkenswerten Rückgang der Rohölpreise geführt.

Im Detail notierte das Nordseeöl Brent für die Lieferung im April bei 66,01 US-Dollar pro Barrel, was einem Rückgang von 3,31 US-Dollar im Vergleich zum vorhergehenden Handelstag entspricht. Parallel dazu fiel der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) für die Lieferung im März ebenfalls um 3,30 US-Dollar und wurde mit 61,91 US-Dollar bewertet. Diese Preisänderungen sind eine unmittelbare Reaktion auf die von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Berichte. Die Agentur, die als regierungsnah gilt, berichtete über ein geplantes Treffen zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-amerikanischen Sondergesandten Steve Witkoff. Vorherige Befürchtungen über einen möglichen militärischen Angriff der USA auf den Iran hatten die Rohölpreise erheblich in die Höhe getrieben.

Darüber hinaus wird die jüngste Erholung des US-Dollars am Markt als bemerkenswert hervorgehoben. Die mögliche Ernennung von Kevin Warsh, einem ehemaligen Gouverneur der Federal Reserve, als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell durch Präsident Donald Trump hat zu Spekulationen geführt, dass es keine baldige Lockerung der US-Geldpolitik geben könnte. Ein stärkerer Dollar könnte die Nachfrage nach Rohöl, das in US-Dollar gehandelt wird, dämpfen, da der Rohstoff dadurch teurer wird.

Am Wochenende kam es zu einem Treffen der Opec+, einem Zusammenschluss von Opec-Mitgliedstaaten und Russland. Trotz des jüngsten Anstiegs der Ölpreise entschied sich die Organisation, ihre Förderpolitik unverändert zu lassen. Die Fördermenge wird im März stabil bleiben, was als weiterer Faktor betrachtet wird, der die Ölpreise auf dem Markt derzeit drückt.