09. Januar, 2026

Politik

USA treten aus internationalen Organisationen aus

In einem bedeutenden und kontroversen Schritt auf der internationalen Bühne haben die Vereinigten Staaten beschlossen, sich aus insgesamt 66 internationalen Organisationen zurückzuziehen. Diese richtungsweisende Entscheidung ist das Ergebnis einer Verordnung von US-Präsident Donald Trump, die kürzlich vom Weißen Haus veröffentlicht wurde. Die Trump-Administration argumentiert, dass die Mitgliedschaft in diesen Organisationen nicht mit den nationalen Interessen der USA vereinbar sei.

Insbesondere sind Organisationen betroffen, die sich mit Umweltfragen, Klimapolitik und Geschlechtergerechtigkeit befassen. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die gegenwärtige Regierung nach intensiver Prüfung zu dem Schluss gelangt sei, dass viele dieser Organisationen als überflüssig und schlecht verwaltet wahrgenommen würden. Sie stünden, so Rubio, oft im direkten Widerspruch zu den amerikanischen Interessen und würden als potenzielle Bedrohungen für die nationale Souveränität, die Freiheitsrechte der Bürger und den allgemeinen Wohlstand der USA betrachtet. Laut Rubio seien diese Institutionen aktiv darum bemüht, die amerikanische Souveränität einzuschränken, was für die gegenwärtige Regierung nicht akzeptabel sei.

Auf der Social-Media-Plattform X äußerte sich Rubio weiter und bezeichnete die betroffenen Institutionen als antiamerikanisch und ineffizient, sowie als Verschwendung von Ressourcen. Der Rückzug der USA aus diesen Organisationen wird zeitnah erfolgen, was nicht nur eine Beendigung der Mitgliedschaft, sondern auch den Stopp finanzieller Beiträge und eine Reduzierung der Teilnahme an internationalen Veranstaltungen dieser Organisationen nach sich ziehen könnte. Der Rückzug betrifft auch Organisationen innerhalb der Vereinten Nationen.

Die Entscheidung, sich zurückzuziehen, erfolgt im Zuge einer umfassenderen Überprüfung internationaler Organisationen, an der die USA beteiligt sind. Diese Überprüfung ist noch im Gange und es ist damit zu rechnen, dass weiterer Rückzug von weiteren internationalen Vereinigungen folgen könnte. Bereits in der Vergangenheit hatte die Regierung ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der UN-Kulturorganisation Unesco verkündet, was auf breiter internationale Kritik stieß.

Diese umfassende Maßnahme wirft Fragen über die zukünftige Rolle der USA in der globalen Gemeinschaft auf und spaltet sowohl die nationale als auch internationale Meinung. Während die Befürworter die Notwendigkeit einer stärkeren Fokussierung auf nationale Interessen betonen, sehen Kritiker darin einen Rückschritt in der internationalen Kooperation und Diplomatie.