Kursgewinne gab es am Mittwoch für US-Staatsanleihen zu verzeichnen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, auch bekannt als T-Note-Future, stieg zu Handelsbeginn um 0,14 Prozent auf 111,08 Punkte. Gleichzeitig fiel die Rendite für zehnjährige Staatspapiere moderat auf 4,14 Prozent.
Die neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt der USA weisen erneut auf eine etwas schwächere Entwicklung hin. Laut dem Dienstleister ADP sind im November 103.000 Stellen in der Privatwirtschaft geschaffen worden. Diese Zahl liegt unter den Erwartungen und ist leicht rückläufig im Vergleich zum Vormonat. Zudem hat sich die Zahl der offenen Arbeitsstellen verringert, was ebenfalls als Anzeichen für eine Abkühlung der Konjunktur gedeutet wird.
Diese Entwicklung ist für die US-Notenbank, die Fed, durchaus positiv. Denn steigende Löhne könnten zu einem Anstieg der Inflation führen, was die Notenbank gerne vermeiden würde. Dennoch liegt der Fokus der Märkte auf dem Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am kommenden Freitag veröffentlicht wird. Die Daten von ADP gelten als wichtiger Indikator für diesen Bericht. Allerdings wird ihre Vorhersagekraft von Bankvolkswirten als eher gering eingeschätzt.
Die Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Zentralbank bleiben nach wie vor hoch. Derzeit sind an den Märkten bereits Zinssenkungen von insgesamt etwa 1,25 Prozentpunkten für das kommende Jahr eingepreist. Manche halten sogar schon im März 2022 die Möglichkeit einer ersten Zinssenkung für realistisch. Bisher hat die Notenbank jedoch keine entsprechenden Signale in diese Richtung gesendet. Die nächste Sitzung des geldpolitischen Ausschusses findet in der kommenden Woche statt.