Am Mittwoch verzeichneten die Kurse der US-Staatsanleihen einen merklichen Rückgang. Der T-Note-Future für zehnjährige Anleihen fiel um 0,18 Prozent und wurde zuletzt bei einem Stand von 111,59 Punkten gehandelt. Zeitgleich stieg die Rendite für diese Anleihen auf 4,26 Prozent. Diese Entwicklungen erfolgten trotz des Fehlens signifikanter ökonomischer Daten aus den Vereinigten Staaten. Der starke Kursverlust des US-Dollars am Vortag führte zu Verunsicherung auf den Märkten. Ein anhaltend schwacher Dollar könnte dazu beitragen, dass US-Staatsanleihen für internationale Anleger an Attraktivität verlieren. Darüber hinaus verursacht die unberechenbare politische Linie der US-Regierung unter der Führung von Donald Trump zusätzliche Unsicherheiten.
Im Fokus der Finanzmärkte steht am Abend die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve. Experten erwarten, dass der Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent unverändert bleiben wird, obwohl Präsident Donald Trump kürzlich vehement eine Senkung der Zinsen forderte und Jerome Powell, den Vorsitzenden der Fed, scharf kritisierte. Trumps wiederholte Forderungen haben die Diskussion über die Unabhängigkeit der Notenbank verstärkt, wie Fachleute der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) betonen.
Des Weiteren spekulieren die Analysten der Helaba, dass die Zinsentscheidung aus Sicht des Präsidenten unbefriedigend ausfallen könnte. Sollte dies der Fall sein, könnte Trump möglicherweise seine Präferenz für einen neuen Fed-Vorsitzenden bekanntgeben, der eine expansivere Geldpolitik verfolgt. Die reguläre Amtszeit von Jerome Powell endet im Mai des kommenden Jahres, und es kursieren bereits mehrere Namen potenzieller Nachfolger. Diese Unsicherheiten in Bezug auf die geldpolitische Führung der USA werfen ihren Schatten auf die international vernetzten Finanzmärkte und könnten weitreichende Auswirkungen haben.