17. März, 2026

Wirtschaft

US-Solarhersteller fordern Schutz vor asiatischen Billigimporten

US-Solarhersteller fordern Schutz vor asiatischen Billigimporten

In einer konzertierten Aktion haben sieben führende Solarunternehmen der USA offiziell die Verhängung von Zöllen auf Importe von Solartechnologie aus Südostasien gefordert. Die Beschwerden wurden bei der Handelsabteilung und der US-amerikanischen Internationalen Handelskommission eingereicht und zielen darauf ab, den zunehmenden Import von kostengünstigen, chinesisch produzierten Solarprodukten einzudämmen. Diese Entwicklung hat beträchtliche Auswirkungen auf die lokalen Preise für Solarpaneele und stellt eine Herausforderung für die Bestrebungen der Biden-Administration dar, eine inländische Solarversorgungskette aufzubauen. Chinesische Firmen verlegen ihre Produktionsstätten in angrenzende Länder, um bereits bestehende Zölle zu umgehen – ein Vorgehen, welches US-Hersteller als schädlich für ihre Geschäftstätigkeit ansehen. Daher drängen sie auf neue Handelsmaßnahmen. Gegenstand des Streits sind vor allem importierte Solarzellen, also die Bauteile von Solarmodulen, die Licht in Elektrizität umwandeln. In den vergangenen zwölf Monaten importierten die Vereinigten Staaten Solartechnologie im Wert von rund 12,5 Milliarden US-Dollar aus Ländern wie Vietnam, Kambodscha, Thailand und Malaysia. Parallel dazu sind die Preise für Solarprodukte um etwa 50 Prozent gefallen. Die Forderung nach neuen Zöllen erfolgt zu einer Zeit, in der die Biden-Regierung sich vermehrt über Chinas Überkapazitäten in der Industrieproduktion beklagt. Die billigen Exporte stellen laut der Regierung eine Gefahr für die globalen Versorgungsketten dar. Erst kürzlich forderte Präsident Biden, dass bestimmte Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus China sogar mehr als verdreifacht werden sollten. Dies ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, um lokale Hersteller vor einem Ansturm günstiger Importe zu schützen. Tim Brightbill, der als Handelsjurist die betroffenen Unternehmen vertritt, betont, dass sich die amerikanische Solarindustrie in einer "sehr prekären" Lage befinde. Er führt weiter aus, dass die durch den Inflation Reduction Act von 2022 getätigten Investitionen, die zur Stärkung amerikanischer Solarbetriebe gedacht waren, nun gefährdet seien.