10. Februar, 2026

Politik

US-Ölembargo beeinträchtigt Kuba-Flüge: Air Canada setzt Verbindungen vorübergehend aus

Die gegen Kuba verhängte Ölblockade durch die Vereinigten Staaten beginnt, sichtbare und erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr zu entfalten. Infolge eines gravierenden Treibstoffmangels hat die kanadische Fluggesellschaft Air Canada beschlossen, ihre regulären Flüge zur Karibikinsel vorübergehend auszusetzen. In einer offiziellen Mitteilung erklärte das Unternehmen, dass in den kommenden Tagen lediglich leere Flugzeuge nach Kuba entsandt werden, um etwa 3.000 gestrandete Passagiere, überwiegend kanadische Touristen, gemäß des regulären Flugplans zurückzubringen. Diese Maßnahme unterstreicht die Bedeutung der kanadischen Besucher für den kubanischen Tourismussektor.

Air Canada versicherte zudem, dass die Entwicklungen in dieser Angelegenheit aufmerksam beobachtet werden, um zu gegebener Zeit die Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs zu evaluieren. Die kubanischen Behörden hatten zuvor den internationalen Fluggesellschaften mitgeteilt, dass aufgrund des von den USA auferlegten Ölembargos ab Dienstag keine Flugzeuge mehr betankt werden können. Diese Information wurde auch von der US-Flugaufsichtsbehörde FAA bestätigt, die vor einem drohenden Kerosinmangel am Flughafen von Havanna warnte.

Während einige Fluggesellschaften, wie die spanische Air Europa, Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, verzichten sie nicht gänzlich auf ihre Flüge nach Kuba. Air Europa plant, Zwischenstopps in benachbarten Ländern wie der Dominikanischen Republik einzulegen, um die erforderliche Betankung vorzunehmen. Auch die spanische Airline Iberia bietet ihren Passagieren Alternativlösungen an, darunter Rückerstattungen und den Umtausch von Tickets.

Der Druck der Vereinigten Staaten auf die kubanische Regierung hat in den vergangenen Wochen erheblich zugenommen, nachdem Venezuela, ein traditioneller Lieferant von Erdöl für Kuba, aufgrund der amerikanischen Sanktionen seine Lieferungen eingestellt hat. Auch Mexiko hat die Ölversorgung des Inselstaates beendet. Diese Entwicklungen verschärfen die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage Kubas erheblich. Die fortwährende Blockadepolitik der USA könnte weitreichende Konsequenzen für die bereits fragile Wirtschaft dieses sozialistischen Staates mit sich bringen, da der Mangel an Treibstoff nicht nur den Flugverkehr, sondern auch wesentliche Wirtschaftssektoren und den täglichen Bedarf der kubanischen Bevölkerung betrifft.