Die deutschsprachige Medienlandschaft steht vor einer massiven Erschütterung. Anfang 2027 wird der US-Nachrichtenriese CNBC mit einem eigenen Ableger für die DACH-Region in den Ring steigen.
Das Projekt ist keine bloße Lizenzvergabe, sondern ein strategischer Angriff auf etablierte Platzhirsche. Dahinter steht eine Investorengruppe, die tief in der europäischen Finanz- und Energiewirtschaft verwurzelt ist.
Prominente Investoren aus der Finanz- und Energiebranche treiben das Projekt voran
Die Kapitalstruktur des neuen Senders sendet ein klares Signal an den Markt. Mit Alexander Schütz steigt einer der bekanntesten österreichischen Finanzunternehmer als Mitgesellschafter ein.

Schütz gründete bereits 1991 den Asset Manager C-Quadrat Investment. Sein Portfolio umfasst nicht nur das Management von Pensionsfonds, sondern auch quantitative Strategien und alternative Anlagen. Seine Beteiligung deutet auf eine klare Ausrichtung hin: Hardcore-Finanznachrichten für Profis.
Flankiert wird Schütz von Benjamin Lakatos. Der Gründer des Energieunternehmens MET bringt eine andere, aber ebenso gewichtige Perspektive ein.
Lakatos operiert von Baar in der Schweiz aus. Erst im vergangenen September übergab er die operative Geschäftsführung seines Konzerns, der zuletzt rund 18 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete, an Huibert Vigeveno. Nun liegt sein Fokus offenbar auf der medialen Einflussnahme im DACH-Raum.
Die operative Führung übernimmt ein Spezialist für internationale Medienmarken
Investoren allein machen noch kein Programm. Für die operative Umsetzung wurde Rusmir Nefic als Geschäftsführer verpflichtet. Diese Personalie ist entscheidend für das Verständnis der Strategie.
Nefic ist kein Neuling. Er hat sich als Architekt von Medien-Ablegern einen Namen gemacht. Seine Vita umfasst Entwicklungsarbeit für Schwergewichte wie CNN, Bloomberg und Euronews in diversen Märkten.
Auf seinem LinkedIn-Account ordnet Nefic das Projekt selbstbewusst ein: „CNBC Dach ist die viertgrößte Mediaplattform, die ich entwickelt habe.“ Sein erklärtes Ziel ist der Aufbau einer „seriösen, unabhängigen Plattform für deutschsprachige Wirtschaftsmedien“.
Ein breites Standortnetzwerk soll die wirtschaftliche Relevanz der Region abbilden
CNBC Dach wird nicht zentral aus einem Elfenbeinturm senden. Die Planungen sehen eine weitreichende Dezentralisierung der Redaktionen vor.
Standorte sind in Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien vorgesehen. Diese Verteilung spiegelt die wirtschaftliche Landkarte der DACH-Region wider: Banken in Frankfurt, Politik und Tech in Berlin, Industrie in München sowie die Finanzzentren in der Schweiz und Österreich.
Das Projekt CNBC Dach Business News positioniert sich damit pünktlich zum Start 2027 als ernstzunehmender Wettbewerber für bestehende Formate und dürfte den Kampf um die Aufmerksamkeit der Entscheider deutlich verschärfen.


