06. Februar, 2026

Märkte

US-Initiativen zur Förderung der inländischen Chipproduktion lassen Aktienmärkte steigen

In den jüngsten Marktbeobachtungen haben Berichte über eine potenziell neue Strategie der Trump-Administration, die darauf abzielt, die heimische Chipproduktion zu fördern, zu bemerkenswerten Kursgewinnen bei einer Vielzahl von Aktien geführt. Diese Strategie sieht vor, dass US-amerikanische Produzenten von Halbleitern ein Gleichgewicht zwischen Inlandsproduktion und importierten Chips halten müssen, indem sie ein Verhältnis von 1:1 wahren. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgabe könnten beträchtliche Zölle auf die betreffenden Unternehmen zukommen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die globalen Lieferketten neu zu gestalten und verstärkt Investitionen in amerikanische Produktionsstätten zu fördern.

Die positive Marktreaktion auf diese Ankündigung spiegelt den Optimismus der Investoren wider, dass diese Strategie den heimischen Produktionsfortschritt und die Einnahmen der US-Halbleiterunternehmen beflügeln könnte. Historische Analysen legen nahe, dass Börsennachrichten des Öfteren überreaktionen verursachen, wodurch vorübergehende Kursschwankungen auftreten, die Investoren günstige Einstiegsgelegenheiten in qualitativ hochwertige Unternehmen bieten können.

Unter den von der Ankündigung betroffenen Unternehmen sticht insbesondere MACOM Technology Solutions Holdings heraus. Die Aktien von MACOM haben im vergangenen Jahr insgesamt 19 Mal Kursanstiege von mehr als fünf Prozent verzeichnet. Trotz der signifikanten Reaktion des Marktes auf die gegenwärtige Nachricht, wird kein grundlegender Wandel in der geschäftlichen Einschätzung von MACOM festgestellt.

Hervorzuheben ist, dass der bedeutendste Kursrückgang in den vergangenen zwölf Monaten etwa ein halbes Jahr zurückliegt, wobei die Aktien aufgrund neu aufgekommener Bedenken im Zusammenhang mit Handelstarifen zurückgingen. Konkret fielen die Indizes Nasdaq und S&P 500 dabei um jeweils 1,5 Prozent. Diese Rückgänge folgten auf Aussagen von Präsident Trump, der die Ausweitung seiner geplanten 25-prozentigen Zölle auf Länder mit Geschäftsbeziehungen zu Venezuela bekannt gab.

Darüber hinaus hat der Präsident neue Zölle auf Autoimporte angekündigt, die bereits vor den vorgeschlagenen "reziproken" Zöllen am 2. April 2025 in Kraft treten sollen. Berichten zufolge haben die USA zudem weitere chinesische Unternehmen auf die Handels-Blacklist gesetzt, unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit. Unternehmen auf dieser Liste benötigen eine spezielle Genehmigung der US-Regierung, um amerikanische Technologien zu erwerben, was die Befürchtung verstärkt, dass amerikanische Chip-Hersteller ihre starken Verkaufszahlen im chinesischen Markt gefährdet sehen könnten.

Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienpreis von MACOM stabil entwickelt. Der aktuelle Aktienkurs beläuft sich auf 129,39 USD und liegt damit 13 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs von Januar 2025. Investoren, die vor fünf Jahren MACOM-Aktien im Wert von 1.000 USD erwarben, verzeichnen nun einen Wertzuwachs ihrer Investition auf beeindruckende 3.910 USD.