18. Februar, 2026

Wirtschaft

US-Inflation im Januar: Benzinpreise sinken, doch Dienstleistungen bleiben teuer

Während die Gesamtrate im Januar 2026 dank sinkender Benzinpreise moderat auf 2,4 % sank, bereitet die Kerninflation (ohne Nahrung und Energie) mit einem Anstieg von 0,3 % Sorgen. Steigende Kosten für Dienstleistungen und Gesundheit dämpfen die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen.

US-Inflation im Januar: Benzinpreise sinken, doch Dienstleistungen bleiben teuer
US-Verbraucherpreise steigen im Januar moderat um 0,2 %. Während Benzin billiger wird, treiben Flugpreise und Gesundheitskosten die Kerninflation auf 2,5 %.

Das US-Arbeitsministerium legte am 13. Februar 2026 den ersten Inflationsbericht des Jahres vor. Der Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Januar um 0,2 %, was leicht unter den Markterwartungen von 0,3 % lag. Auf Jahressicht verlangsamte sich die Inflation damit von 2,7 % im Dezember auf 2,4 % – den niedrigsten Stand seit Jahren.

Doch der vermeintliche Erfolg hat einen Haken: Die zugrunde liegende Inflation erweist sich als hartnäckiger als gedacht.

Kerndaten: Der Teufel steckt im Detail

Die sogenannte Kerninflation, die volatile Preise für Lebensmittel und Energie ausklammert, kletterte im Januar um 0,3 %. Insbesondere Dienstleistungen trieben die Preise nach oben:

  • Flugpreise: Ein massiver Sprung von 6,5 % im Monatsvergleich.
  • Gesundheitswesen: Krankenhausdienstleistungen verteuerten sich um 0,9 %.
  • Körperpflege & Freizeit: Hier gab es Preiserhöhungen von bis zu 1,2 %, oft bedingt durch klassische Preisanpassungen zum Jahreswechsel.

Entlastung gab es hingegen an der Zapfsäule (Benzin -3,2 %) und bei Gebrauchtwagen (-1,8 %). Auch die Mieten stiegen mit einem Plus von 0,2 % deutlich langsamer als im Vormonat.

Politische Reaktionen und die Rolle der Fed

Das Weiße Haus unter Präsident Trump begrüßte die Abschwächung der Gesamtrate und forderte die Federal Reserve (Fed) erneut zu „längst überfälligen Zinssenkungen“ auf, um die Wirtschaft weiter zu „turbochargen“. Aktuell liegt der Leitzins in der Spanne von 3,50 % bis 3,75 %.

Finanzexperten bleiben jedoch skeptisch. Angesichts eines starken Arbeitsmarktes (Arbeitslosenquote bei 4,3 %) und der „klebrigen“ Kerninflation sehen Ökonomen wenig Spielraum für die Fed, vor Juni aktiv zu werden. Zudem könnten die im letzten Jahr eingeführten Importzölle sowie der schwächere Dollar die Preise im ersten Halbjahr 2026 weiter stützen.

AlleAktien Verbraucherschutz Teil 3: Finanz-Influencer –… | AlleAktien
Die Finanzwelt hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Informationen über Aktien, ETFs, Krypto oder Immobilien sind heute jederzeit…