Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, die Einreiseregelungen für deutsche Touristen sowie Besucher aus einer Vielzahl anderer Länder erheblich zu verschärfen. Diese geplante Veränderung zielt darauf ab, bereits im Vorfeld der Reisegenehmigung mehr persönliche Informationen von den Antragstellern zu erheben. Der Zeitrahmen für Einwände und Rückmeldungen zu diesen Vorschlägen ist begrenzt, und es folgt eine abschließende Prüfung durch die US-Behörden. Ein konkreter Zeitpunkt für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist bisher nicht festgelegt.
Besonders Reisende, die im Rahmen des visumfreien Esta-Programms in die Vereinigten Staaten einreisen, könnten von den geplanten Änderungen betroffen sein. Das Esta-Verfahren erlaubt aktuell einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen für Touristen und Geschäftsreisende aus über 40 Nationen. Zu den umstrittenen Änderungen gehört die Anforderung, die Social-Media-Präsenzen der vergangenen fünf Jahre offenzulegen. Diese Maßnahmen sorgen insbesondere in Deutschland für Besorgnis. Medienberichten zufolge, insbesondere vom Nachrichtensender CNN, betrifft diese Forderung die Angabe von Account-Namen, jedoch ist ein umfassender Zugriff auf die Sozialen Medien der Antragsteller nicht erforderlich.
Darüber hinaus sind im Rahmen der neuen Einreiseregelungen detaillierte persönliche Angaben im Gespräch. Diese umfassen genutzte Telefonnummern und E-Mail-Adressen der letzten Jahre sowie Informationen zu Familienmitgliedern. Die Durchsetzbarkeit und rechtliche Grundlage dieser Forderungen sind bislang nicht detailliert beschrieben. Diese Maßnahmen sind Teil eines weitreichenderen Vorstoßes der US-Regierung unter der Führung von Präsident Donald Trump zur Verschärfung der Einwanderungs- und Sicherheitspolitik.
Nicht nur Touristen, sondern auch bestimmte Visa-Inhaber könnten im Fokus dieser Änderungen stehen. Hierzu zählen unter anderem Studierende und Journalisten, deren Visumsgültigkeit unter Umständen beschränkt werden könnte. Die konkreten Ergebnisse und möglichen Auswirkungen dieser Überlegungen bleiben derzeit jedoch ungewiss, da eine endgültige Entscheidung noch aussteht.