09. Februar, 2026

Wirtschaft

US-Ermittlungen gegen Symrise abgeschlossen: Unternehmen erleichtert

Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise hat einen wichtigen rechtlichen Meilenstein erreicht: Das US-Justizministerium hat seine Untersuchungen hinsichtlich des Verdachts auf wettbewerbswidrige Absprachen gegen das Unternehmen abgeschlossen. In einem jüngsten Schreiben der US-Behörde wurde bestätigt, dass keine rechtswidrigen Handlungen festgestellt wurden. Dies ist eine erfreuliche Nachricht für den im DAX notierten Konzern, der nun mit Zuversicht auf eine baldige Einstellung der Ermittlungen durch die verbliebenen internationalen Behörden blickt. Bemerkenswerterweise zeigten die Aktien des Unternehmens trotz dieser positiven Entwicklung nur geringe Kursveränderungen.

Symrise hatte von Beginn an die gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfe vehement zurückgewiesen und stets beteuert, sich nicht an unerlaubten Absprachen im Duftstoffsektor beteiligt zu haben. Schon zuvor war ein ähnliches Verfahren der britischen Wettbewerbsbehörde CMA ohne Konsequenzen für Symrise beendet worden, was das Unternehmen in seiner Haltung bestärkt hat.

Der Fall erregte erstmals im Jahr 2023 Aufmerksamkeit, nachdem die Ermittlungen unter großem medialen Interesse publik wurden. Spätestens aber durch eine spektakuläre Razzia der EU-Kommission in der Zentrale des Unternehmens in Holzminden, bei der nach Beweisen für mögliche Preisabsprachen zwischen Symrise und seinen drei größten Mitbewerbern gesucht wurde, stand der Fall international im Fokus. Die Durchsuchung hatte zu einem signifikanten Anstieg der Spekulationen über mögliche illegale Praktiken in der Branche geführt.

Die nun verkündete Einstellung der Untersuchungen durch das US-Justizministerium markiert einen wichtigen Schritt in der Klärung der Vorwürfe und bietet dem Unternehmen die Gelegenheit, sich wieder voll und ganz auf seine Geschäftsstrategien und Innovationsprojekte zu konzentrieren. Obwohl die Aktienmärkte bislang kaum auf diese Nachricht reagiert haben, bleibt abzuwarten, ob die vollständige Entlastung von den Vorwürfen in naher Zukunft doch noch positive Impulse für den Aktienkurs liefern wird.