12. Februar, 2026

Märkte

US-Beschäftigungsdaten führen zu uneinheitlichen Marktreaktionen

Der kürzlich veröffentlichte Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten hat an den New Yorker Börsen signifikante Unsicherheit hervorgerufen, insbesondere hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen auf zukünftige Entscheidungen der Zentralbank in Bezug auf den Leitzins. Obwohl die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze im Januar die Erwartungen übertraf, sorgen die nachträglichen Korrekturen der Zahlen für November und Dezember für Verunsicherung und werfen Fragen hinsichtlich der Stabilität des Arbeitsmarkts auf.

In diesem Umfeld verlor der Dow Jones Industrial während des Handelstags an Schwung und fiel zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 50.000 Punkten. Der Index beendete den Tag mit einem leichten Verlust von 0,13 Prozent und lag bei 50.121,40 Punkten. Am Vortag hatte der Dow Jones noch einen neuen Höchststand jenseits von 50.500 Zählern erreicht, die Gewinne jedoch nicht halten können. Auffällig war die solide Performance von Unternehmen der Old Economy, wie etwa Caterpillar, Verizon und Coca-Cola, welche mit beachtlichen Kursgewinnen abschlossen. Im Gegensatz dazu mussten technologielastige Unternehmen wie IBM und Salesforce Kurseinbußen hinnehmen.

Anders entwickelte sich der technologieorientierte Nasdaq 100, der einen Zuwachs von 0,29 Prozent verzeichnete und bei 25.201,26 Punkten schloss. Besonders hervorstechend war die Performance des Speicherchipherstellers Micron, dessen Aktienkurs um beeindruckende 10 Prozent stieg. Diese Entwicklung folgte auf die positiven Produktionsprognosen von Finanzchef Mark Murphy für HBM4-Speicherchips, unterstrichen durch Berichte über eine gleichbleibend hohe Nachfrage.

Der marktbreite S&P 500 zeigte sich dagegen kaum bewegt und schloss den Handelstag nahezu unverändert bei 6.941,47 Punkten ab. Diese gemischte Marktreaktion spiegelt die Unsicherheit wider, die viele Analysten in Anbetracht der jüngsten Arbeitsmarktdaten empfinden. Während einige Marktexperten argumentieren, dass der positive Jobbericht den Spielraum für kurzfristige Zinssenkungen einschränken könnte, sehen andere, darunter Ökonomen der ING Bank, durchaus Möglichkeiten für weitere geldpolitische Lockerungen. Die jüngste Revision der Beschäftigungszahlen deutet laut Fachleuten darauf hin, dass bestimmte Wirtschaftssektoren möglicherweise einen kontinuierlichen Verlust an Arbeitsplätzen verzeichnen.