09. Mai, 2026

Wirtschaft

US-Arbeitsmarkt im Wandel: November zeigt moderates Stellenwachstum

US-Arbeitsmarkt im Wandel: November zeigt moderates Stellenwachstum

Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich im November weniger kraftvoll als in den vorangegangenen Monaten, was die Erwartungen von Volkswirten auf eine leichte Probe stellt. Laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP wurden in der Privatwirtschaft 146.000 neue Stellen geschaffen. Damit bleibt die Zahl deutlich unter den revidierten 184.000 neuen Jobs im Oktober, die ursprünglich bei 233.000 gelegen hatten, sowie den 159.000 im September. Prognosen hatten für November durchschnittlich einen Zuwachs von 150.000 Stellen in Aussicht gestellt.

Die detaillierte Betrachtung der Beschäftigungsentwicklung wird durch den bevorstehenden monatlichen Bericht der US-Regierung abgerundet, der am Freitag veröffentlicht werden soll. Nela Richardson, Chefvolkswirtin bei ADP, beschreibt das Stellenwachstum als "gesund", räumt jedoch ein, dass sich in den verschiedenen Branchen ein unterschiedliches Bild zeigt. Besonders das verarbeitende Gewerbe, die Finanzdienstleistungen und das Freizeit- und Gastgewerbe haben eine schwächere Entwicklung erfahren.

Der Arbeitsmarkt bleibt ein zentraler Indikator für die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed. Ein weniger starker Arbeitsmarkt könnte Zinssenkungen begünstigen. Bereits im September hatte die Fed die Weichen mit einer starken Leitzinssenkung um 0,50 Prozentpunkte gestellt. Für die nächste Sitzung Mitte Dezember erwarten Marktbeobachter eine weitere Senkung um 0,25 Prozentpunkte.