Inmitten der Debatte rund um den kräftigen Anstieg der Inflation, äußert sich die US-Finanzministerin Janet Yellen optimistisch und stellt klar, dass ein starker Arbeitsmarkt nicht notwendigerweise der Schlüssel zum Anstieg der Arbeitslosigkeit ist, um die Inflation zu bekämpfen. Bei einem Interview mit Reuters, das am Donnerstag live übertragen wurde, betonte Yellen, dass es keinen Grund zur Annahme gäbe, dass eine Erhöhung der Arbeitslosenquote erforderlich sei, um die Teuerungsrate zu reduzieren.
Die US-Finanzministerin sieht in den aktuell robusten Arbeitsmarktdaten keinen Anhaltspunkt dafür, dass hohe Lohnsteigerungen als Treiber der Inflation wirken. Ihrer Auffassung nach deuten die Beschäftigungszahlen darauf hin, dass sie "im Einklang" mit einem kontinuierlichen Rückgang der Inflation stehen. Dies suggeriert, dass die US-Wirtschaft möglicherweise einen Weg gefunden hat, Preisstabilität zu fördern, ohne die Beschäftigungsrate zu opfern – ein positives Zeichen für Arbeitnehmer und Investoren gleichermaßen.
Der Befund der Finanzministerin kann als beruhigendes Signal für die Märkte aufgefasst werden, die weiterhin sorgfältig die Maßnahmen der Federal Reserve und anderer wirtschaftspolitischer Entscheidungsträger beobachten, die das Ziel verfolgen, die Inflation in den Griff zu bekommen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen. Insgesamt spiegelt Yellens Einschätzung ein gewisses Vertrauen in die Belastbarkeit der amerikanischen Wirtschaft wider, die trotz globaler Herausforderungen und Unsicherheiten, wie etwa durch die COVID-19-Pandemie verursacht, eine stabile Entwicklung zeigen könnte.