09. Januar, 2026

Global

US-Angriff auf Venezuela: Trumps Machtplan im Detail

Der Sturz von Nicolás Maduro folgt einem monatelang vorbereiteten Plan. Eine Rekonstruktion des US-Angriffs auf Venezuela.

US-Angriff auf Venezuela: Trumps Machtplan im Detail
Militär, Öl und Macht: Wie Donald Trump den Regimewechsel in Caracas durchsetzte und welche Risiken er eingeht.

Der Sturz von Nicolás Maduro war kein spontaner Akt, sondern das Ergebnis eines monatelang vorbereiteten Machtplans. Was als gezielte Festnahme begann, mündete innerhalb weniger Stunden in den Anspruch Washingtons, ein ganzes Land zu führen. Die Ereignisse der vergangenen Tage markieren eine Zäsur – für Venezuela, für Lateinamerika und für die amerikanische Außenpolitik unter Donald Trump.

Ein Einsatz, der lange vorbereitet wurde

Als Donald Trump am Freitagabend kurz vor 23 Uhr Ostküstenzeit den Befehl zum Angriff gab, griffen Militär, Geheimdienste und Strafverfolger ineinander wie Zahnräder. Der Codename der Operation lautete „Absolute Entschlossenheit“. Dass der Einsatz Trumps wiederholten Versprechen widersprach, die USA aus militärischen Interventionen herauszuhalten, war einkalkuliert.

Seit Monaten hatten sich die Spannungen zwischen Washington und Caracas verschärft. Die USA griffen mutmaßliche Drogenschmuggler auf See an, blockierten Öltanker und verschärften faktisch das Embargo. Nach Angaben aus dem Umfeld des Weißen Hauses genehmigte Trump den Zugriff auf Venezuelas Staatschef bereits im Dezember. Danach begann die Suche nach dem geeigneten Moment.

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Präzision statt Eskalation als militärische Leitlinie

Der Zeitpunkt wurde nach militärischer Logik gewählt. Ziel war es, zivile Opfer zu minimieren und den Überraschungseffekt maximal auszuschöpfen. Nach Darstellung des US-Generalstabschefs Dan Caine wurde der Aufenthaltsort von Nicolás Maduro kurz vor dem Zugriff durch Informationen aus dem inneren Machtzirkel bestätigt.

In der Nacht zu Samstag starteten Luftoperationen von rund 20 Stützpunkten an Land und auf See. Mehr als 150 Einheiten – Bomber, Kampfjets, Aufklärungsflugzeuge, Hubschrauber und Drohnen – griffen militärische, logistische und kommunikative Ziele in Caracas und im Norden des Landes an. Trump erklärte später, auch die Stromversorgung der Hauptstadt sei gezielt ausgeschaltet worden.

Die Festnahme im Machtzentrum von Caracas

Kurz nach ein Uhr nachts landeten mehrere US-Hubschrauber im schwer gesicherten Anwesen Maduros. Kampfflugzeuge sicherten den Luftraum, während Spezialkräfte der Delta Force das Gelände stürmten. Nach US-Angaben versuchte Maduro, einen gesicherten Rückzugsraum zu erreichen, wurde jedoch rasch überwältigt.

Auch seine Ehefrau Cilia Flores wurde festgenommen. Beim Abzug kam es zu Gefechten, bei denen nach venezolanischen Angaben Soldaten und Zivilisten starben. US-Hubschrauber gerieten unter Beschuss. Um 3.29 Uhr verließen die US-Kräfte venezolanisches Hoheitsgebiet. Maduro wurde auf das Kriegsschiff USS Iwo Jima gebracht. Ein von Trump auf Truth Social veröffentlichtes Foto zeigte ihn mit verbundenen Augen und gefesselten Händen.

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New York statt Caracas als Schauplatz der Justiz

Am Samstagmittag befanden sich Maduro und seine Frau in Haft in New York. Die US-Justiz wirft ihnen unter anderem Verschwörung zum Drogenterrorismus und Kokainimport vor. Währenddessen übertrug der Oberste Gerichtshof in Caracas alle präsidialen Befugnisse auf Vizepräsidentin Delcy Rodríguez.

Die venezolanischen Streitkräfte schlossen sich dieser Linie an. Verteidigungsminister Vladimir Padrino López sprach von einem Angriff auf die nationale Souveränität und erklärte, man werde sich nicht brechen lassen. In der Hauptstadt gingen Polizei und regierungsnahe Gruppen auf die Straße, US-Flaggen wurden verbrannt.

Washington reklamiert die politische Kontrolle

Am Samstagabend machte Trump den strategischen Kern der Operation deutlich. Die USA wollten Venezuela so lange führen, bis ein „sicherer, ordnungsgemäßer und umsichtiger Übergang“ gewährleistet sei. Wie dieser Übergang aussehen soll, ließ er offen. Von Neuwahlen war nicht die Rede.

Stattdessen rückte die Wirtschaft in den Mittelpunkt. Trump kündigte an, große US-Ölkonzerne nach Venezuela zu schicken, um die marode Infrastruktur zu sanieren und die enormen Ölreserven zu erschließen. Derzeit verfügt nur Chevron über eine Sonderlizenz zur Förderung im Land. Der Zugriff auf Venezuelas Öl ist damit integraler Bestandteil des politischen Kalküls.

Rodríguez widerspricht und beansprucht Loyalität

In der Nacht zu Sonntag wies Rodríguez die amerikanischen Ansprüche zurück. Es gebe nur einen Präsidenten, erklärte sie, und der heiße Nicolás Maduro. Die US-Intervention bezeichnete sie als Entführung und kolonialen Akt. Venezuela werde sich nicht unterwerfen.

Washington erhöhte daraufhin den Druck. Trump erklärte, US-Außenminister Marco Rubio habe mit Rodríguez gesprochen. Sie habe keine echte Wahl, als zu kooperieren. US-Truppen seien nicht nötig, solange sie tue, „was wir wollen“. Andernfalls drohte Trump eine zweite, deutlich größere Angriffswelle an.

Öl, Allianzen und amerikanische Interessen

Rubio konkretisierte die Bedingungen. Venezuela müsse sich vom Iran, von der Hisbollah und von Kuba lösen, den Drogenschmuggel beenden und sicherstellen, dass venezolanisches Öl nicht Gegnern der USA zugutekommt. Washington kündigte eine „Öl-Quarantäne“ an, um politischen Druck aufzubauen.

Gleichzeitig betonte Rubio, die USA führten keinen Krieg gegen Venezuela, sondern gegen Drogenkartelle. Diese Unterscheidung ist zentral für die amerikanische Argumentation – und umstritten in der internationalen Wahrnehmung.

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Eine Zäsur mit offenem Ausgang

Der Sturz Maduros ist mehr als ein Regimewechsel. Er ist ein Testfall für eine Außenpolitik, die militärische Macht, ökonomische Interessen und geopolitische Neuordnung offen miteinander verknüpft. Venezuela wird zum Experimentierfeld einer Strategie, die Kontrolle verspricht, aber Instabilität riskiert.

Ob Trumps Machtplan aufgeht, entscheidet sich nicht in den nächsten Tagen, sondern in den kommenden Monaten. Sicher ist nur: Die USA haben mit diesem Einsatz eine neue Grenze überschritten – und eine alte Ordnung endgültig hinter sich gelassen.