14. Februar, 2026

Märkte

US-amerikanische Börsen zur Feiertagszeit: Fokus auf Kostensenkungen anstelle von Markterholung

Am vergangenen Freitag blieb die erhoffte Erholung der US-amerikanischen Aktienmärkte aus, nachdem am Vortag signifikante Verluste verzeichnet wurden. Mit dem bevorstehenden verlängerten Wochenende vor Augen, entschieden sich viele Anleger für eine Risikominimierung, was angesichts des Feiertags am Montag, an dem die US-Börsen geschlossen bleiben, eine gängige Praxis darstellt. Bemerkenswert ist die Veröffentlichung der Inflationsdaten für Januar, die unter den Erwartungen lagen und Hoffnungen auf eine Senkung der Zinssätze weckten. Dennoch sprachen die Märkte nicht mit einer einheitlichen Stimme und blieben uneindeutig in ihrer Reaktion.

Der Dow Jones Industrial Index konnte ein marginales Plus von 0,10 Prozent verzeichnen und schloss bei 49.500,93 Punkten ab. Zu Beginn der Woche hatte er jedoch noch über 1.000 Punkte mehr erreicht, was die Unsicherheit der Anleger widerspiegelt. Der technologielastige Nasdaq 100, der zuvor Schwäche gezeigt hatte, beendete den Handel mit einem leichten Anstieg von 0,18 Prozent auf 24.732,73 Punkte. Der S&P 500 verbesserte sich kaum merkbar um 0,05 Prozent und ging mit 6.836,17 Punkten ins Wochenende. Trotz dieser minimalen Zuwächse fiel die Wochenbilanz der drei Indizes negativ aus. Der Dow gab 1,2 Prozent nach, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 jeweils Verluste von 1,4 Prozent verbuchten.

Ein wesentlicher Faktor, der die technologielastigen Märkte belastete, waren die zunehmenden Zweifel an den umfangreichen Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Diese Skepsis drückte besonders auf die hoch bewerteten Technologiewerte. Innerhalb der sogenannten "Magnificent Seven", der am höchsten bewerteten Tech-Unternehmen, konnte lediglich Tesla ein knappes Plus erzielen. Im Gegensatz dazu verzeichneten Apple und Nvidia spürbare Verluste von 2,2 beziehungsweise 2,3 Prozent.

Ein Lichtblick war der Kursanstieg von Applied Materials um 8,1 Prozent. Der Chip-Ausrüster übertraf mit seinem Umsatzausblick für das zweite Geschäftsquartal die Markterwartungen deutlich und konnte auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres hervorragende Ergebnisse vorlegen. Vor allem die anhaltende Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz und Speicherchips trugen zu diesem Erfolg bei.

Eine bemerkenswerte Entwicklung war der Kurssprung von Rivian um 26,6 Prozent. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen überraschte mit einem optimistischen Lieferausblick für das Jahr 2026, der die Erwartungen der Analysten übertraf. Parallel dazu verzeichneten Aktien aus dem Goldminen-Segment Gewinne im Einklang mit dem steigenden Goldpreis. Unternehmen wie Agnico Eagle Mines und Barrick Mining konnten beide einen Anstieg von 5,6 Prozent verbuchen, was auf die Aussicht auf niedrigere Zinsen zurückzuführen ist, die traditionell die Attraktivität von Gold erhöhen.

Weitere positive Entwicklungen zeigten sich bei den Aktien von Airbnb, die um 4,7 Prozent stiegen, nachdem das Unternehmen mit einem überraschend positiven Umsatzausblick für das erste Quartal aufwartete. Auf der anderen Seite der Medaille führte ein enttäuschender Umsatzprognose von Pinterest zu einem signifikanten Kursrutsch von 16,8 Prozent.