18. März, 2026

Wirtschaft

Unternehmensebene: Preise in der Eurozone sinken weiter, aber in geringerem Maße als erwartet

Unternehmensebene: Preise in der Eurozone sinken weiter, aber in geringerem Maße als erwartet

In der Eurozone gehen die Preise auf Unternehmensebene weiter zurück, wenn auch nicht so stark wie erwartet. Laut dem Statistikamt Eurostat gab es im Oktober einen Rückgang der Erzeugerpreise um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang von 9,5 Prozent gerechnet. Der Abwärtstrend verlangsamt sich jedoch. Im September waren die Erzeugerpreise noch um 12,4 Prozent gesunken.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise im Oktober um 0,2 Prozent, was sich in etwa mit den Erwartungen deckt.

Im Sommer 2022 waren die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erzielen konnten, im Jahresvergleich um mehr als 40 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend dafür war vor allem der Krieg Russlands gegen die Ukraine, der zeitweise zu drastischen Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen geführt hatte. Seitdem sind die Preise jedoch wieder gesunken.

Im Oktober fielen die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten um 25,0 Prozent. Auch die Preise für Vorleistungsgüter waren niedriger als vor einem Jahr. Hingegen musste man für Gebrauchs-, Investitions- und Verbrauchsgüter mehr bezahlen.

Die Entwicklung der Erzeugerpreise beeinflusst auch die Verbraucherpreise, an denen sich die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Geldpolitik orientiert. In den vergangenen Monaten hat die EZB ihre Leitzinsen kräftig angehoben. Angesichts gesunkener Inflationsraten hat die Notenbank jedoch zuletzt keine weiteren Zinserhöhungen vorgenommen.