05. Mai, 2026

Wirtschaft

Ungarn findet Lösung für Gaszahlungen trotz US-Sanktionen

Ungarn findet Lösung für Gaszahlungen trotz US-Sanktionen

Ungarn hat eine Möglichkeit gefunden, um Gaslieferungen aus Russland über die Turkstream-Pipeline von Bulgarien zu bezahlen, ohne gegen US-Sanktionen zu verstoßen. Dies gab der ungarische Außenminister Péter Szijjártó bekannt, ohne genauere Details zu dem Abkommen offenzulegen.

Die USA hatten Ende November Sanktionen gegen die russische Gazprombank verhängt, die europäische Käufer bisher zur Zahlung nutzten. Präsident Wladimir Putin hob kürzlich eine Anforderung auf, nach der europäische Käufer ihre Währung bei Gazprombank in Rubel umwandeln mussten. Dies kann nun auch bei nicht sanktionierten Banken erfolgen.

Trotz dieser Änderung suchten Importländer wie die Türkei, die Slowakei und Ungarn nach Klarstellungen in der Abwicklung der Zahlungen. Ungarn erhält den Großteil seiner Gaslieferungen durch die Turkstream-Pipeline. Nach Gesprächen in Sofia erklärte Szijjártó, dass das Zahlungsproblem gelöst sei. Auch Bulgarien könne seine Transitgebühren sichern, ohne auf Gazprombank zurückzugreifen.

Szijjártó sagte, man habe eine legale finanzielle Lösung gefunden, die für die bulgarischen Partner akzeptabel sei und nicht unter die Sanktionen falle. Damit sei der Gastransport über Bulgarien trotz der US-Sanktionsmaßnahmen gesichert.

Gleichzeitig führte der ungarische Minister Gespräche mit dem russischen Vizepremier Alexander Novak, um eine rechtliche Lösung für zukünftige Gaszahlungen zu entwickeln. Zu den Ergebnissen dieser Gespräche äußerte sich Szijjártó jedoch nicht.

In der Türkei fordert Energieminister Alparslan Bayraktar eine Ausnahme von den US-Sanktionen, um Zahlungsprobleme zu vermeiden. Gespräche mit Russland verliefen ohne bekanntes Ergebnis.

Die europäischen Gaspreise an der niederländischen TTF-Börse fielen, mit dem Monatspreis um 1,25 Euro auf 41,35 Euro pro Megawattstunde gesunken. Analysten von Energy Aspects warnten vor Risiken durch US-Sanktionen, erwarteten aber mögliche Lösungen.