Im Monat Dezember erlebte Deutschland einen unerwartet starken Rückgang der Inflationsrate, die erstaunlicherweise auf lediglich 1,8 Prozent sank. Diese Entwicklung markiert das erste Mal seit September 2024, dass die Teuerungsrate unter die Zwei-Prozent-Marke fiel. Volkswirte kommentierten die vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes als eine „faustdicke Überraschung“. Insbesondere waren fallende Energiepreise und ein verlangsamtes Preiswachstum im Bereich der Nahrungsmittel ausschlaggebend für diese Entlastung der Verbraucher. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt bei Dienstleistungen weiterhin ein signifikanter Preisanstieg bestehen.
Am kommenden Freitag, pünktlich um 8 Uhr, werden die Statistiker des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden detaillierte Ergebnisse zur Inflationsrate für den Monat Dezember sowie für das gesamte Jahr 2025 veröffentlichen. Nach den vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes betrug die durchschnittliche Teuerungsrate im vorherigen Jahr 2,2 Prozent. Damit verharrte die Inflationsrate auf dem Niveau des Jahres 2024, was auf eine gewisse Stabilisierung hindeutet.
Die Auswirkungen einer erhöhten Inflation sind vielfältig und betreffen die gesamte Volkswirtschaft. Insbesondere mindert eine höhere Inflationsrate die Kaufkraft der Bevölkerung, da sie mit dem gleichen Geldbetrag weniger Güter und Dienstleistungen erwerben können. Vor diesem Hintergrund strebt die Europäische Zentralbank im gesamten Euro-Raum ein stabiles Preisniveau an, idealerweise bei einer mittelfristigen Inflationsrate von 2,0 Prozent. Diese Zielsetzung ist ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftspolitische Stabilität und dient als wichtige Orientierung bei der Gestaltung von Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft. Eine solche Stabilität ist essentiell, um sowohl das Vertrauen der Verbraucher als auch der Investoren langfristig zu sichern.