04. Januar, 2026

Politik

Unbekannte Brandstiftung zielt auf Berlins Stromversorgung ab

In einem rätselhaften Vorfall im Südwesten Berlins kam es kürzlich zu einer Unterbrechung der Stromversorgung, deren Ursache auf mutmaßliche Sabotage zurückzuführen sein könnte. Die Kriminalpolizei hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet und den betroffenen Bereich einer detaillierten Inspektion unterzogen. Im Zentrum der Untersuchungen steht der Verdacht auf Brandstiftung, die an zentralen Starkstromkabeln in der Nähe des Teltowkanals verübt worden sein könnte. Diese Kabel verlaufen über eine strategisch wichtige Kabelbrücke vom Kraftwerk Lichterfelde und wurden inzwischen von Experten eingehend analysiert.

Um ein umfassendes Bild des Vorfalls zu gewinnen, hat die Polizei moderne Technologie eingesetzt und Drohnen eingesetzt, um Luftbilder des Tatorts sowie der umliegenden Gegend zu erfassen. Diese sollen helfen, potenzielle Hinweise zu identifizieren und das Ausmaß der Schäden besser zu verstehen. Zur Stunde ist noch unklar, ob die forensischen Untersuchungen ausgeweitet werden und ob der betreffende Bereich bis in den Abend hinein beleuchtet bleiben wird, um mögliche Beweismittel unter optimalen Bedingungen sicherzustellen.

Die Polizei hat die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, verdächtige Beobachtungen zu melden, um die Ermittlungen voranzutreiben. Derweil wird die Möglichkeit eines politischen Motivs noch geprüft. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass extremistische Kräfte hinter der Tat stehen, könnten das Landeskriminalamt und der Staatsschutz die Ermittlungen übernehmen. Ein Polizeisprecher betonte die Ernsthaftigkeit der Lage und die Notwendigkeit einer lückenlosen Aufklärung.

Ein vergleichbarer Vorfall ereignete sich bereits im vergangenen September, als linksextremistische Gruppen in Treptow-Köpenick durch einen Brandanschlag auf überirdische Starkstromleitungen einen großflächigen Stromausfall verursachten. Ein entsprechendes Bekennerschreiben wurde von den Ermittlungsbehörden seinerzeit als authentisch verifiziert. Angesichts dieser Parallelen wird erwartet, dass die aktuellen Ermittlungen mit besonderer Dringlichkeit vorangetrieben werden.