04. Februar, 2026

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Turbulenzen beim Kartenwechsel: Lufthansa-Stammkunden auf Kriegsfuß mit der Deutschen Bank

Der Umzug des Treueprogramms „Miles & More“ von der DKB zur Deutschen Bank entwickelt sich für viele Vielflieger zum logistischen Albtraum. Statt des versprochenen „nahtlosen Übergangs“ klagen Kunden über bürokratische Hürden, gekürzte Kreditrahmen und einen überlasteten Kundenservice.

Turbulenzen beim Kartenwechsel: Lufthansa-Stammkunden auf Kriegsfuß mit der Deutschen Bank
Bis zum 30. April müssen Miles & More Kunden handeln. Wir analysieren die Probleme bei der Umstellung und die attraktiven Wechselboni.

Die Lufthansa-Tochter Miles & More befindet sich aktuell in der heißen Phase eines der größten Kreditkarten-Anbieterwechsel der deutschen Geschichte. Seit Oktober 2025 werden die „substanziell sechsstelligen“ Kartenbesitzer schrittweise zur Deutschen Bank migriert. Doch was als Modernisierung geplant war, sorgt bei der anspruchsvollen Klientel für massiven Unmut.

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Der „Nackig-Faktor“: Bürokratie-Frust bei Vielfliegern

Der Hauptkritikpunkt vieler Kunden ist der Prozess der Neulegitimierung. Da es sich rein rechtlich nicht um einen automatischen Übertrag, sondern um einen Neuabschluss handelt, fordert die Deutsche Bank im Rahmen der gesetzlichen KYC-Vorgaben (Know Your Customer) detaillierte Informationen zu Einkommen und Vermögen an.

Für Stammkunden wie den LinkedIn-Nutzer Thomas Fröhlich ist das ein rotes Tuch: Viele langjährige Inhaber haben keine Lust, sich erneut einer vollständigen Bonitätsprüfung inklusive Schufa-Abfrage zu unterziehen. Wer diesen Prozess jedoch verweigert, riskiert den Verlust des Meilenschutzes, da die alten DKB-Karten spätestens zum 30. April 2026 ihre Gültigkeit verlieren.

Technische Pannen und Limit-Schock

Neben dem bürokratischen Aufwand häufen sich Berichte über technische Mängel:

  • Kreditrahmen-Kürzung: Viele Kunden mit bisher fünfstelligen Verfügungsrahmen erhielten von der Deutschen Bank zunächst ein Standard-Limit von lediglich 2.500 Euro (inzwischen teilweise auf 5.000 Euro erhöht). Für internationale Geschäftsreisen ist dies oft völlig unzureichend.
  • Service-Wüste: Überlastete Callcenter und Wartezeiten von über einer Stunde werden in sozialen Netzwerken und Bewertungsportalen wie Finanzfluss beklagt.
  • App-Probleme: Die Integration in das neue Banking-System hakt bei vielen Nutzern; Funktionen wie die Umsatzanzeige oder die Verknüpfung mit Apple Pay funktionierten in der Anlaufphase nur bedingt.

Strategischer „Schwund“ einkalkuliert

Lufthansa und die Deutsche Bank geben sich nach außen gelassen. Man betont, dass ein „signifikanter Anteil“ der Kunden den Wechsel bereits vollzogen habe. Der mit dem Wechsel verbundene Aufwand wird durch Wechselboni versüßt:

  • Wer bis zum 15. Februar 2026 wechselt, kann bis zu 6.000 Meilen und 40 Status-Points erhalten.
  • Die Deutsche Bank verweist zudem auf neue Vorteile wie verbesserte Versicherungsleistungen und eine Integration des Bankings direkt in die Miles & More App.

Das Unternehmen räumt jedoch ein, dass Kündigungen bei einem Projekt dieser Größenordnung zum „erwartbaren Rahmen“ gehören.

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