Die Aktien der kanadischen TD Bank erlebten am Donnerstag einen deutlichen Rückgang, nachdem die Bank die Aussetzung ihrer Prognosen verkündete, um eine strategische Überprüfung einzuleiten. Diese Entscheidung folgt auf eine Einigung im Zusammenhang mit Geldwäscheuntersuchungen in den USA, die zu erheblichen Bußgeldern führte. Analysten waren weniger besorgt über die verfehlten Quartalsgewinne als über das unklare Zukunftsbild der Bank.
Jefferies-Analyst John Aiken bemängelte die Bedeutung der Quartalsergebnisse und äußerte sich zurückhaltend nach der Bekanntgabe der Zahlen. Neben gestiegenen Kreditverlusten und Verlusten im Versicherungssegment hob Aiken besonders die Aussetzung der mittelfristigen Ziele der TD Bank hervor, was er mit einem „Handtuchwerfen für 2025“ verglich. Die angepassten Ergebnisse pro Aktie lagen mit 1,72 Dollar unter der Konsensschätzung von 1,81 Dollar.
Jefferies blieb mit einer "Halten"-Bewertung für die TD Bank zurückhaltend und senkte das Kursziel von 85 auf 82 Dollar. Laut Aiken könnte der Weg zu einem Wachstumseinschlag für Anleger länger dauern, da die Bank weiterhin unklar über ihren Zukunftskurs ist. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ein CEO-Wechsel erst im nächsten Frühjahr ansteht und der neue CEO, Raymond Chun, derzeit eine umfassende strategische Überprüfung vornimmt.
Abschlussrechnung: Die Aktien der TD Bank schlossen mit einem Minus von 7,08 Prozent bei 74,02 Dollar. Analyst Meny Grauman von Scotia Capital kritisierte die Dauer der Überprüfung, deren Ergebnisse für die zweite Jahreshälfte 2025 erwartet werden. Er bemängelte die Langsamkeit der Bank bei der Bereitstellung konkreter Anlegerinformationen.
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