03. Februar, 2026

Politik

Trumps texanische Festung bricht unter dem Zorn der eigenen Wähler endgültig zusammen

In Texas bricht die republikanische Vorherrschaft an einer Front zusammen, die als unbesiegbar galt. Ein demokratischer Gewerkschaftsführer erobert in einer historischen Sensation ein tiefrotes Kernland und entlarvt damit die schwindende Mobilisierungskraft eines Präsidenten.

Trumps texanische Festung bricht unter dem Zorn der eigenen Wähler endgültig zusammen
Sensation bei der Wahl in Texas: Ein Gewerkschaftsführer erobert einen republikanischen Bezirk. Trumps Zustimmungswerte sinken landesweit.

Das Ende der Unbesiegbarkeit im republikanischen Kernland

Die politische Landkarte von Texas bekommt Risse, die bis ins Weiße Haus spürbar sind. Mit dem Sieg von Taylor Rehmet im neunten Bezirk verliert die Grand Old Party (GOP) ein Mandat, das sie über Jahrzehnte wie eine Festung verteidigte. Der Vorsprung von über 14 Prozentpunkten für den Demokraten ist kein bloßer Zufall, sondern ein statistisches Beben. Noch vor wenigen Monaten dominierte Donald Trump denselben Bezirk mit einem massiven Polster von 17 Punkten.

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Dieser Absturz innerhalb kürzester Zeit signalisiert, dass die Wähler in den Vorstädten von Fort Worth nicht mehr bereit sind, die ideologische Linie der nationalen Führung bedingungslos mitzutragen. Taylor Rehmet, ein Veteran und Gewerkschaftsführer, besetzte die politische Mitte mit Themen wie Arbeiterrechten und stabilen Löhnen, während seine Gegnerin Leigh Wambsganss voll auf die Karte der „Make America Great Again“-Bewegung setzte. Das Ergebnis zeigt: In der harten Realität lokaler Interessen verpufft die Strahlkraft nationaler Slogans.

Der Trump-Effekt verkehrt sich ins Gegenteil

Für Donald Trump persönlich ist die Niederlage in Texas eine Demütigung mit Ansage. Trotz seiner expliziten Wahlempfehlung auf Truth Social, in der er Wambsganss als „unglaubliche Unterstützerin“ pries, verweigerten die Wähler den Gehorsam. Die Distanzierung folgte stehenden Fußes: „Ich bin darin nicht involviert. Das ist ein lokaler Wahlkampf in Texas“, so Trump in einer Stellungnahme aus Mar-a-Lago. Doch diese Rhetorik kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein politisches Kapital rasant an Wert verliert.

Die aktuelle Zustimmung zu seiner Politik liegt laut Umfragen bei nur noch 40 Prozent. Eine Mehrheit der US-Bürger lehnt seinen Kurs in der Wirtschafts- und Einwanderungspolitik mittlerweile ab. Der Fall Texas reiht sich ein in eine Kette von Niederlagen, die von Pennsylvania bis Kalifornien reicht. Selbst in New York City übernahm mit Zohran Mamdani ein bekennender Sozialist das Bürgermeisteramt – eine Entwicklung, die vor zwei Jahren noch als politisches Science-Fiction-Szenario gegolten hätte.

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Ein Weckruf für eine zerklüftete Parteistruktur

Innerhalb der republikanischen Führungselite macht sich Panik breit. Der texanische Vizegouverneur Dan Patrick bezeichnete das Ergebnis offen als „Weckruf für Republikaner in ganz Texas“. Es ist das Eingeständnis, dass die Partei den Kontakt zu den „Working People“ verloren hat, die Taylor Rehmet nun für sich beansprucht. „Dieser Sieg gehört den arbeitenden Menschen“, so Rehmet nach Bekanntgabe der Zahlen.

Die Strategie, auf radikale Aktivisten wie Wambsganss zu setzen, die vor allem durch gesellschaftspolitische Kampagnen in Schulbeiräten bekannt wurde, erweist sich als strategischer Fehler. Während die GOP sich in Kulturkämpfen verheddert, besetzen die Demokraten die ökonomischen Existenzfragen. Für die Republikaner bedeutet dies: Wenn sie ihren Griff auf den Lone Star State nicht endgültig verlieren wollen, müssen sie ihre Radikalisierung stoppen und zur ökonomischen Vernunft zurückkehren.