Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat eine Verbindung zwischen dem Verzicht auf einen geplanten Militärschlag gegen den Iran und der Absage von Hinrichtungen von Demonstrierenden in der Islamischen Republik betont. Auf die Frage nach der Rolle anderer internationaler Staatsführungen in dieser Entscheidung, machte Trump klar, dass er diese Entscheidung unabhängig und selbstständig getroffen habe. Er hob dabei hervor, dass die iranischen Behörden nach seinen Angaben etwa 800 geplante Hinrichtungen gestoppt hätten. Diese Maßnahme sei für ihn ein wesentlicher Beweggrund gewesen, von einem militärischen Eingreifen abzusehen.
Trump hatte in den Tagen zuvor Teheran scharf gewarnt und klargestellt, dass die Vereinigten Staaten ein militärisches Eingreifen in Betracht ziehen könnten, sollte es zu den befürchteten Exekutionen von regimekritischen Demonstranten kommen. Die Spekulationen über einen möglichen US-Luftschlag wurden verstärkt, nachdem der iranische Luftraum vorübergehend gesperrt worden war. Diese Maßnahmen führten weltweit zu Spannungen und erhöhter Aufmerksamkeit, doch blieben letztlich ohne konkrete Folgen.
Die Herkunft der Informationen über die mutmaßlich abgesagten Hinrichtungen bleibt jedoch undurchsichtig, da das Weiße Haus bislang keine genauen Quellen offengelegt hat. Unabhängig davon bestätigen Berichte, dass im Rahmen der anhaltenden Proteste tausende Zivilisten durch iranische Sicherheitskräfte zu Tode gekommen sein sollen. Trump brachte seine Wertschätzung für die Entscheidung der iranischen Führung zum Ausdruck, betonte allerdings, dass er vorerst keine weiteren Schritte plane.
Zusätzlich kursieren Medienberichte, unter anderem von renommierten Nachrichtenportalen wie "Axios" und der "New York Times", die nahelegen, dass Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Trump um einen Aufschub des möglichen Angriffs gebeten haben könnte. Diese Bitte sollte Netanjahu demnach Zeit verschaffen, um strategische Vorkehrungen zu treffen und auf mögliche Reaktionen des Irans adäquat vorbereitet zu sein. Die komplexe geopolitische Lage bleibt damit angespannt, während die internationale Gemeinschaft die Entwicklungen mit kritischem Interesse verfolgt.