22. Januar, 2026

Märkte

Trump spricht in Davos: Auswirkungen auf Devisenmärkte belasten den Euro leicht

Am Mittwoch geriet die Finanzwelt einmal mehr in Bewegung, ausgelöst durch die provokanten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Trumps Rede bewirkte eine leichte Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Am Nachmittag wurde der Euro mit einem Kurs von 1,1710 US-Dollar notiert, nachdem er am Morgen noch zu einem höheren Kurs gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte ihren Referenzkurs mit 1,1739 US-Dollar, was im Vergleich zum vorangegangenen Tag einen kleinen Anstieg bedeutete.

Der US-Präsident unterstrich in seinem Diskurs die Bedeutung Grönlands für die strategische nationale Sicherheit der USA und sprach sich in dem umstrittenen Thema unnachgiebig für eine Übernahme der größten Insel der Welt durch die Vereinigten Staaten aus. Trump betonte, dass seine Forderung nach „sofortigen Verhandlungen“ nicht mit dem Einsatz von Gewalt einhergehen soll, blieb jedoch Details zur Art dieser Verhandlungen schuldig.

In den Tagen, die seiner Rede vorausgingen, zeigte der Euro Stärke gegenüber dem US-Dollar. Doch die Unsicherheiten über mögliche neue amerikanische Handelszölle, die Trump in seiner Rede nicht konkretisierte, sorgten für Verunsicherung auf den Finanzmärkten. Bemerkenswerterweise trug das Ausbleiben neuer Drohungen zu einer gewissen Beruhigung bei. Dennoch äußerte der Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel, dass zukünftige Zölle weitreichende Auswirkungen auf künftige Zinspolitik-Entscheidungen der Europäischen Zentralbank haben könnten. Insbesondere Sorgen um das Wirtschaftswachstum würden in diesem Zusammenhang dominieren, so Nagel.

Abseits der Euro-Dollar-Entwicklung richtete sich die Aufmerksamkeit der Märkte auch auf andere Währungen und Rohstoffe. Die EZB korrigierte ihre Referenzkurse für den Euro im Verhältnis zum britischen Pfund, japanischen Yen und Schweizer Franken geringfügig. Bemerkenswert war auch der Anstieg des Goldpreises, der mit einem neuen Rekordhoch von 4.888 US-Dollar pro Feinunze die Marktteilnehmer überraschte und für Gesprächsstoff sorgte.