Donald Trump, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, hat eine juristische Auseinandersetzung mit der renommierten Großbank JPMorgan Chase initiiert und fordert von ihr eine Entschädigung in Höhe von mindestens fünf Milliarden US-Dollar. Der Auslöser für diese beeindruckende Forderung ist die Entscheidung der Bank im Jahr 2021, die Konten von Trump sowie mehreren seiner Firmen zu schließen. Diese Maßnahme folgte unmittelbar nach dem internationalen Aufsehen erregenden Angriff von Trumps Anhängern auf das US-Kapitol, als diese versuchten, den Kongress daran zu hindern, den Wahlsieg von Joe Biden zu bestätigen.
Laut den Anwälten von Trump ist die Schließung der Konten auf eine politisch motivierte Entscheidung seitens JPMorgan Chase zurückzuführen. Im Gegensatz dazu argumentiert die Bank, dass die Schließung aufgrund rechtlicher und regulatorischer Risiken erfolgte und nicht durch politische oder religiöse Überzeugungen beeinflusst wurde. In der kürzlich in Florida eingereichten Klage wird behauptet, dass diese Maßnahme Trump und seinen Unternehmen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat. Sie mussten angeblich auf weniger vorteilhafte Geschäftsbeziehungen mit alternativen Finanzinstituten ausweichen und fanden sich auf einer sogenannten schwarzen Liste der Vermögensverwaltung wieder.
Für zusätzliche Brisanz sorgt die Tatsache, dass Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase, in der Klage persönlich genannt wird. Trumps Spannungen mit großen Banken sind nicht neu; zuvor hatte auch die Bank of America Trumps Unmut auf sich gezogen, nachdem sie eine Einzahlung über eine Milliarde Dollar zurückgewiesen hatte. Dieses juristische Vorgehen ist nur der jüngste in einer Reihe von Streitfällen des ehemaligen Präsidenten mit führenden Finanzinstitutionen.
Der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021, bei dem Trumps Anhänger versuchten, die Bestätigung von Bidens Wahlsieg zu verhindern, bleibt einer der prägnantesten und umstrittensten Momente in der jüngeren Geschichte der USA. Zum Zeitpunkt des Angriffs hatte Trump unbegründet den Vorwurf erhoben, die Präsidentschaftswahl sei durch Betrug verfälscht worden, und er heizte die Stimmung mit Reden vor seinen Anhängern weiter an. Obwohl seine zweite Amtszeit von Begnadigungen für diejenigen geprägt war, die an dem Aufstand beteiligt waren, hält er bis heute an seinen Behauptungen eines Wahlbetrugs fest, ungeachtet der Tatsache, dass die laufenden Ermittlungen bis dato keine stützenden Beweise für diese Anschuldigungen erbringen konnten.