Die Ankündigung von Donald Trump, im Rahmen seiner Wiederwahlkampagne 2024 umfassende Importzölle einzuführen, lässt die Gemüter der amerikanischen Einzelhändler abermals hochkochen. Geplant sind Zölle zwischen 10% und 20% für die meisten Importgüter, wobei Waren aus China sogar mit bis zu 60% belastet werden sollen. Diese Maßnahme, so Trump, soll der amerikanischen Produktion Auftrieb verschaffen und eine steuerähnliche Belastung für ausländische Nationen darstellen.
Die Einzelhändler in den USA stehen diesen Plänen jedoch skeptisch gegenüber. Schon während Trumps erster Amtszeit führten die von ihm initiierten Zölle zu steigenden Preisen seitens der ausländischen Importeure. Diese Kosten wurden an die amerikanischen Einzelhändler weitergegeben, die bei den eigenen Verkaufspreisen nachziehen mussten. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnten viele Produkte für die Mittelschicht unerschwinglich werden.
Laut der Consumer Technology Association könnten die von Trump vorgeschlagenen Zölle zu einem Anstieg der Laptop- und Tablet-Preise um erschreckende 46% sowie bei Smartphones um 26% führen. Angesichts der bereits hohen Preise dieser Produkte wäre dies ein erheblicher Anstieg, der viele mittlere Einkommensbezieher überfordern könnte. Auch Videospielkonsolen sollen um 40% teurer werden, während Fernseher einen Preissprung von 9% verzeichnen könnten.
Besonders betroffen könnte die Automobilindustrie sein, da nahezu jedes Auto – selbst solche, die in den USA gefertigt werden – Bauteile aus China, Europa und Mexiko enthält. Dies würde zu einem allgemeinen Preisanstieg bei Fahrzeugen führen.
Bereits berichtete Business Insider, dass auch die Preise für Haushaltsgeräte, wie bereits im Jahr 2019 geschehen, wieder steigen dürften. Artikel wie Kühlschränke, Geschirrspüler und Mixer, die ohnehin kostspielig sind, könnten eine Preiserhöhung von 19% erfahren.