Ein bedeutendes Kapitel der deutschen Automobilgeschichte ist zu Ende gegangen: Edzard Reuter, der frühere Vorstandsvorsitzende von Daimler, ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Diese traurige Nachricht wurde von der Helga und Edzard Reuter-Stiftung bekannt gegeben und hat in vielen Kreisen tiefe Betroffenheit ausgelöst. Dr. Susanne Eisenmann, die Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, drückte ihre Trauer aus und würdigte das Lebenswerk Reuters, das weit über die Automobilindustrie hinausreicht. In seiner Amtszeit von 1987 bis 1995 prägte Reuter Daimler entscheidend mit. Unter seiner Leitung entstand die neue Zentrale in Stuttgart, die bis heute ein Wahrzeichen der Innovationskraft des Konzerns ist. Als Sohn des bekannten Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter war Edzard Reuter nicht nur ein erfolgreicher Industrieller, sondern auch ein glühender Verfechter gesellschaftlicher Verantwortung. Die von ihm und seiner Frau gegründete Helga und Edzard Reuter-Stiftung steht für die Förderung des friedlichen Zusammenlebens von Menschen verschiedenster Herkunft. Reuters Erbe lebt somit nicht nur in der Geschäftswelt, sondern auch im sozialen Engagement weiter.
Wirtschaft
Trauer um Edzard Reuter: Visionär und Wegbereiter bei Daimler gestorben