14. Januar, 2026

Politik

Transatlantische Gespräche: Wadephul fördert Zusammenarbeit in Washington

Außenminister Johann Wadephul hat seinen jüngsten Besuch in Washington positiv bewertet, trotz der teilweisen scharfen Kritik, die von Seiten der amerikanischen Gesprächspartner gegenüber Deutschland und Europa geäußert wurde. Der CDU-Politiker unterstrich die Bereitschaft Deutschlands zur Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, auch wenn es naturgemäß Differenzen gibt – insbesondere in Fragen des Völkerrechts. "Das Einvernehmen zwischen Deutschland, Europa und den USA überwiegt bei weitem die bestehenden Meinungsverschiedenheiten", erklärte Wadephul nach Abschluss seiner intensiven Gespräche.

Wadephul nutzte seinen Washington-Besuch, um sowohl mit demokratischen als auch republikanischen Vertretern zusammenzutreffen. Diese Gespräche zeichneten sich durch eine engagierte und konstruktive Atmosphäre aus, die von gegenseitigem Verständnis und rationalem Dialog geprägt war. Bemerkenswert war, dass es bei diesen Gesprächen keine Vorwürfe gegen Deutschland bezüglich der Themen Meinungsfreiheit oder Migrationspolitik gab, was Wadephul als ein positives Zeichen wertete.

Ein Schwerpunkt der Unterredungen lag auf der gemeinsamen Verstärkung der Verteidigungsanstrengungen innerhalb der NATO. Wadephul betonte die Eigenständigkeit Deutschlands und Europas bei der Organisation ihrer rechtlichen Rahmenbedingungen, ein Ansatz, der bei seinen amerikanischen Gesprächspartnern auf viel Zustimmung stieß. Diese Thematik verdeutlicht die Notwendigkeit einer engen transatlantischen Zusammenarbeit und gemeinsamen Sicherheitsstrategie im Angesicht globaler Herausforderungen.

Der Minister forderte seine Landsleute eindringlich dazu auf, die transatlantischen Beziehungen aktiv zu pflegen. „Es ist von entscheidender Bedeutung, sich für diese Partnerschaft nachhaltig zu engagieren, um ihre Stabilität zu wahren und eine positive Zukunft zu gewährleisten", schloss Wadephul.

Während seiner Reise traf Wadephul mit einer Vielzahl prominenter US-Politiker zusammen, darunter der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer und der Vorsitzende des Außenausschusses im Repräsentantenhaus, Brian Mast. Unter seinen Gesprächspartnern befanden sich weiterhin der Kongressabgeordnete Gregory Meeks sowie die Senatoren Roger Wicker, Jim Risch und Jeanne Shaheen. Diese Begegnungen unterstreichen die Bedeutung des Dialogs zwischen Deutschland und den USA in einer zunehmend global vernetzten Welt.