Inmitten der komplexen geopolitischen Entwicklungen vertieft sich die Differenz zwischen Europa und den Vereinigten Staaten hinsichtlich der gemeinsamen Ukraine-Politik. Die jüngst in der französischen Hauptstadt veröffentlichte Erklärung, die von der sogenannten 'Koalition der Willigen' initiiert wurde, trifft auf kühle Resonanz seitens der USA. Erstaunlich ist, dass die Amerikaner darauf verzichteten, die Erklärung zu unterzeichnen, und sogar darauf bestanden, eine Passage zu entfernen, die die US-amerikanische Unterstützung im Falle einer russischen Aggression gegen die internationale Ukraine-Truppe in Aussicht stellte.
Diese diplomatische Disharmonie könnte auf den ersten Blick als nebensächlich betrachtet werden. Dennoch offenbart sich bei näherer Betrachtung ein weitaus tiefgründigeres Problem: das allmählich zerbrechende Vertrauen der europäischen Länder in die Vereinigten Staaten als verlässlichen Partner. Dieses Misstrauen wird insbesondere unter der Präsidentschaft von Donald Trump zunehmend offenkundig, dessen Entscheidungen und Rhetorik oft darauf abzielen, Europa zu schwächen und die Bedeutung internationaler Abkommen zu relativieren.
Die Krisenhaftigkeit dieses transatlantischen Verhältnisses wird nun an der zentralen Frage gemessen, inwieweit man den Zusicherungen und Ankündigungen des US-Präsidenten Glauben schenken kann. Die europäische Perspektive scheint darauf hinzudeuten, dass die Vereinigten Staaten unter der aktuellen Führung ihre Rolle als Unterstützer einer stabilen und vereinten europäischen Gemeinschaft zunehmend vernachlässigen. Folglich drängt sich eine unbequeme Einsicht auf: Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der USA als Partner ist signifikanter Erosion ausgesetzt.