Anlässlich der renommierten Münchner Sicherheitskonferenz gaben Deutschland und vier weitere europäische Staaten eine bedeutende Erklärung ab, die sich mit den Umständen des Todes des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny befasst. Die Ankündigung bestätigte, dass Nawalny durch die Anwendung eines außergewöhnlich starken Nervengifts ums Leben gekommen ist. Außenminister Johann Wadephul präsentierte zusammen mit Nawalnys Witwe, Julia Nawalnaja, die Schlussfolgerungen detaillierter Analysen, die zweifelsfrei eine Vergiftung mit Epibaditin nachweisen konnten. Diese gefährliche Substanz, bekannt für ihre Herkunft aus dem Hautdrüsensekret von Pfeilgiftfröschen, wurde in den Überresten Nawalnys entdeckt und gilt als Verursacher der tödlichen Atemlähmung.
Das Gift Epibaditin, dessen synthetische Herstellung auch im Labor möglich ist, stellt eine klare Verletzung internationaler Abkommen über chemische Waffen dar. In ihrer Aussage richteten die beteiligten Staaten ihre Anschuldigungen direkt gegen das Regime des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Trotz der erdrückenden Beweise bleiben unmittelbare Folgen für Putin vorerst aus. Ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs sowie die vehementen Forderungen nach Gerechtigkeit von Seiten Nawalnajas und europäischer Staatenführer haben bisher keine greifbaren Resultate erbracht. Das russische Außenministerium reagierte auf die Vorwürfe mit heftiger Kritik, indem es die Anschuldigungen als "Ablenkungsmanöver" bezeichnete. Außenminister Wadephul erläuterte, dass die langwierige Dauer der Untersuchungen auf die Komplexität der durchgeführten Analysen zurückzuführen sei.
In einem entschiedenen Schritt fordern die beteiligten europäischen Außenminister eine umfassende Aufklärung dieses Falls, der beispiellose Verstöße gegen das internationale Chemiewaffenrecht offenbart. Julia Nawalnaja und andere politische Vertreter Europas betonen die moralische Verpflichtung, die Gerechtigkeit für Alexej Nawalny in den Vordergrund zu stellen. Sie drücken ihre Entschlossenheit aus, den Weg der Vergeltung auch in kleinen Schritten weiterzugehen, um sicherzustellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und dass solche verabscheuungswürdigen Handlungen nicht ohne Konsequenz bleiben.