09. Mai, 2026

Wirtschaft

Tragischer Vorfall bei Investor-Konferenz: UnitedHealthcare-Chef erschossen

Tragischer Vorfall bei Investor-Konferenz: UnitedHealthcare-Chef erschossen

Die Gesundheitsversicherungsbranche der USA ist in Trauer: Brian Thompson, CEO des US-amerikanischen Gesundheitsversicherers UnitedHealthcare Group, ist vor der Investorenkonferenz des Unternehmens in New York City erschossen worden. Die New Yorker Polizeibehörde bestätigt, dass es sich um einen gezielten Angriff handelte, als ein maskierter Täter Thompson aus der Distanz in die Brust schoss und anschließend mit einem Fahrrad flüchtete. Thompsons Tod wurde später im Mt. Sinai Hospital offiziell festgestellt. Andrew Witty, der Geschäftsführer des Unternehmens, setzte die Veranstaltung augenblicklich aus, während die Polizei das Hilton-Hotel, in dem die Konferenz stattfinden sollte, abrieg. Zum aktuellen Zeitpunkt konnte noch kein Verdächtiger gefasst werden, und die Motive der Tat bleiben unbekannt, obwohl das Thema Krankenversicherung in den USA ein heikles und umstrittenes Thema ist. US-Senatorin Amy Klobuchar aus Minnesota brachte ihre Bestürzung über die Tat auf der Social-Media-Plattform X zum Ausdruck und sprach der Familie und den Angehörigen sowie den Mitarbeitenden von UnitedHealthcare ihr Mitgefühl aus. Ebenso entsetzt zeigte sich Keith Powers, Mitglied des Stadtrats von New York City, der sein Beileid aussprach und gleichzeitig in engem Kontakt mit der NYPD steht, um weitere Informationen einzuholen. Der tragische Vorfall ereignet sich kurz nachdem UnitedHealthcare die Erweiterung seiner Individual- und Familienpläne im Rahmen des Affordable Care Act (ACA) auf 30 weitere Staaten angekündigt hatte. Laut einer Studie des US-amerikanischen Thinktanks KFF sind die durchschnittlichen jährlichen Krankenversicherungsprämien 2023 um 7 % auf 8.435 USD für Einzeldeckungen und 23.968 USD für Familientarife gestiegen – ein Zeichen der steigenden Kosten im Gesundheitswesen.