Die französische Justiz hat Ermittlungen gegen den Energiekonzern TotalEnergies aufgenommen, die im Kontext eines jihadistischen Angriffs in Mosambik vor drei Jahren stehen und fahrlässige Tötung zum Gegenstand haben. Dieses rechtliche Vorgehen, über das die Nachrichtenagentur Agence France-Presse berichtete, gründet auf einer im vergangenen Oktober eingereichten Klage der Familien der Opfer sowie Überlebenden. Ihnen zufolge hat das Unternehmen es seinerzeit verabsäumt, seine Unterauftragnehmer ausreichend zu schützen. Spezifischer richtet sich der Vorwurf gegen TotalEnergies wegen des Versäumnisses, Kraftstoff bereitzustellen, ein Aspekt, der es den betroffenen Personen verwehrt haben soll, mittels Hubschraubern evakuiert zu werden. Hintergrund dieses juristischen Schritts ist das Engagement des französischen Energiekonzerns bei einem Projekt zur Verflüssigung von Erdgas in jener Region. Dieser Fall stellt die Verantwortung großer Energieunternehmen bei der Durchführung ihrer internationalen Projekte in Krisengebieten in den Fokus. Es wird zu beobachten sein, welche Konsequenzen sich hieraus für TotalEnergies und dessen operative Praktiken ergeben könnten. Die Staatsanwaltschaft in Nanterre bei Paris, zuständig für die aktuellen Untersuchungen, bestätigte den Erhalt der Anzeige und die Einleitung des Verfahrens.
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TotalEnergies unter dem Brennglas: Ermittlungen wegen möglicher fahrlässiger Tötung