20. Mai, 2026

Wirtschaft

TGI Fridays: Insolvenzverfahren eröffnet - Traditionsmarke bleibt optimistisch

TGI Fridays: Insolvenzverfahren eröffnet - Traditionsmarke bleibt optimistisch

Der beliebte Gastronomiekonzern TGI Fridays hat jüngst ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 in den USA eingeleitet. Die COVID-19-Pandemie zählt zu den Hauptursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, wie das Unternehmen im Rahmen der Anmeldung beim US-Konkursgericht für den Northern District of Texas in Dallas bekanntgab. Von der Insolvenz betroffen sind 39 Standorte von TGI Fridays in den USA.

Rohit Manocha, Executive Chairman von TGI Fridays, betonte in einer Pressemitteilung, dass die finanzielle Restrukturierung essenziell sei, um den verbleibenden Restaurants eine optimierte Unternehmensstruktur zu ermöglichen und sie damit zukunftsfähig zu machen.

Die betroffenen Standorte bleiben während des Verfahrens weiter in Betrieb. Die übrigen mehr als 160 US-amerikanischen, sowie die internationalen Standorte, befinden sich im Besitz einer separaten Einheit – der TGI Fridays Franchisor, LLC – und sind vom Konkursverfahren nicht berührt. Diese Standorte werden ebenfalls unverändert betrieben.

Um die Unterstützung für die Franchise-Nehmer weiterhin zu gewährleisten, hat TGI Fridays Franchisor eine Übergangsvereinbarung mit TGI Fridays Inc. getroffen und kurzfristige finanzielle Mittel bereitgestellt. Dies soll dazu beitragen, eine neue langfristige Unterstützungsstruktur zu entwickeln.

Zum Zeitpunkt der Anmeldung des Insolvenzverfahrens gab TGI Fridays Inc. an, dass sowohl die Vermögenswerte als auch die Verbindlichkeiten in einem Bereich zwischen 100 Millionen und 500 Millionen US-Dollar liegen.

Bereits im Januar schloss TGI Fridays mehrere nicht rentabel arbeitende Standorte in zwölf Bundesstaaten. Ursprünglich 1965 in Manhattan gegründet, ist das Unternehmen im Besitz von TriArtisan Capital Advisors. Mit Herausforderungen wie steigender Konkurrenz und preisbewussteren Kunden hatte zuletzt auch Red Lobster zu kämpfen, das ein eigenes Insolvenzverfahren durchlief.

Rohit Manocha betonte, dass die eingeleiteten Schritte ein schwieriger, aber notwendiger Schritt seien, um die Interessen der Stakeholder, zu denen auch die internationalen Franchise-Nehmer und geschätzten Teammitglieder gehören, bestmöglich zu wahren.