02. Mai, 2026

Wirtschaft

Tesla setzt Expansionskurs durch: Grünheide gibt grünes Licht für Fabrikerweiterung

Tesla setzt Expansionskurs durch: Grünheide gibt grünes Licht für Fabrikerweiterung

In der brandenburgischen Gemeinde Grünheide hat der Gemeinderat unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und begleitet von zum Teil hitzigen Protesten für die Erweiterung der Tesla-Fabrik gestimmt. Die Entscheidung fiel mit deutlicher Mehrheit für die Modifikation des Bebauungsplans, der nun einen Güterbahnhof und zusätzliche Logistikflächen für den US-Elektroautobauer vorsieht. Trotz Anpassungen der Pläne im Vorfeld und Versprechungen von Tesla, auf lokale Bedenken einzugehen, ist der Konflikt zwischen Umweltschützern und dem Unternehmen nicht beigelegt.

Tesla unternahm Bemühungen, die Kritik der Einwohner ernst zu nehmen, und reduzierte die geplante Abholzung um mehr als 30 Hektar. Die ursprüngliche Fassung des Erweiterungsvorhabens hatte in einer Bürgerbefragung keine Zustimmung gefunden, so dass ein überarbeiteter Plan vorgestellt wurde. Die an stelle der Waldflächen vorgesehenen sozialen Einrichtungen sowie einige Lagerbereiche werden nicht realisiert, um die Waldfläche zu schonen.

Die Sitzung der Gemeindevertreter wurde durch laute Proteste und hitzige Diskussionen gestört, bis hin zu persönlichen Drohungen gegen Entscheidungsträger. Während Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach die Entscheidung lobt, zeigen sich die Umweltschützer entsetzt und die Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen Tesla, Manu Hoyer, gibt ihrem Unmut deutlich Ausdruck.

Tesla plant nun, trotz des Stellenabbaus global, seine Produktion in Grünheide hochzufahren und strebt eine Jahreskapazität von zwei Millionen Fahrzeugen an. Die Expansion wird jedoch von Umweltverbänden und Anwohnern kritisiert, insbesondere aufgrund der Lage des Werks in einem Wasserschutzgebiet.

Neben den Bedenken hinsichtlich des Umweltschutzes erwarten Befürworter der Expansion eine Verkehrsentlastung durch den neuen Güterbahnhof. Ungeachtet anstehender Klagen bleibt das von Umweltaktivisten errichtete Protestcamp gegenwärtig bestehen.