17. April, 2026

Wirtschaft

Tempo trifft Tradition: Mercedes zeigt Selbstbewusstsein im chinesischen Wettrennen

Tempo trifft Tradition: Mercedes zeigt Selbstbewusstsein im chinesischen Wettrennen

Der Wettbewerb auf dem Automarkt im Reich der Mitte ist unerbittlich, doch Ola Källenius, Vorstandschef von Mercedes, blickt den Herausforderungen gelassen entgegen. Auf der Automesse in Peking verkündete er selbstsicher, 'Wir stehen nicht still' und zog eine Parallele zwischen der Geschwindigkeit der technischen Entwicklung in China und der Tatkraft aus der Heimat: 'China-Speed ist Schwaben-Speed'. Mit einem weiteren Entwicklungszentrum in Shanghai, welches sich nahtlos in das globale Netz der Entwicklungsstandorte eingliedert, unterstrich Källenius den integrativen Ansatz des Unternehmens. Im Fokus steht dabei nicht ein isoliertes Wirken für den lokalen Markt, sondern eine globale Zusammenarbeit. Entwickler aus Shanghai arbeiten Hand in Hand mit Kollegen in Sindelfingen, Tel Aviv, Bangalore und dem Silicon Valley. Innovationen, die in Shanghai entstehen, fließen digital in die Fahrzeugsysteme weltweiter Märkte ein und tragen zu einer gegenseitigen Befruchtung der Ideen bei. Ein wichtiges Thema auf dem chinesischen Markt ist der Fortschritt im Bereich Elektroautos. Hubertus Troska, im Vorstand von Daimler für China zuständig, betont die Wichtigkeit der Entwicklungsgeschwindigkeit und konkret der Technologiesprünge in Bereichen wie Sprachsteuerung, Vernetzung und Fahrassistenzsysteme, die auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden müssen. Laut Troska ist der Elektroautomarkt in China im Aufschwung und neue Anbieter dringen mit attraktiven Produkten für die junge Zielgruppe schnell in den Markt ein. In einem Preissegment unter 300.000 Renminbi – circa 39.500 Euro – herrscht laut Källenius „eine unglaubliche Wettbewerbsintensität“. Dennoch sieht sich Mercedes, positioniert als Premiumanbieter, gut gewappnet gegen die Rabattschlachten des Marktes, und hält sich vorwiegend in höheren Preiskategorien auf.