08. Juli, 2026

KI

Technologie-Milliardenrennen: Große Tech-Konzerne setzen auf A.I.-Investitionen trotz Investorenbedenken

Technologie-Milliardenrennen: Große Tech-Konzerne setzen auf A.I.-Investitionen trotz Investorenbedenken

Mark Zuckerberg erklärte zu Beginn des Jahres 2023 das Jahr zur „Effizienzjahr“. Wie viele seiner Tech-Konkurrenten kürzte Meta Jobs und legte Expansionspläne auf Eis. Doch dann kam die Künstliche Intelligenz (A.I.).

Für 2024 plant Zuckerberg nun, mehr als 37 Milliarden Dollar in neue Technologie-Infrastrukturen zu investieren, eine Steigerung von zunächst geplanten 30 Milliarden Dollar. Sein Ziel: schneller bauen als die Konkurrenz und sich so einen Vorsprung im A.I.-Rennen sichern. Investoren, die um eine verzögerte Rendite fürchten, müssen lernen, mit diesen Unsicherheiten umzugehen. Sundar Pichai, CEO von Alphabet, argumentiert: "Das Risiko der Unterinvestition ist erheblich größer als das Risiko der Überinvestition."

Im letzten Quartal sparten Apple, Amazon, Meta, Microsoft und Alphabet nicht an Kapitalaufwendungen. Zusammengenommen investierten sie 59 Milliarden Dollar, überwiegend in den Aufbau von Datencentern und neuen Computersystemen für die Entwicklung von A.I. Nur Apple nahm hierbei eine zurückhaltendere Rolle ein.

Der Höhenflug der A.I.-Technologie begann Ende 2022 mit dem Debüt von ChatGPT. Kostenintensive Systeme, die riesige Datenmengen und spezialisierte Computerchips benötigen, erfordern erhebliche Investitionen. Trotz wachsender A.I.-Umsätze entscheidender Unternehmen bleiben die finanziellen Auswirkungen bisher begrenzt.

Kritische Beobachter stellen die Frage, ob A.I. jemals den wirtschaftlichen Durchbruch wie Internet oder Mobiltelefone erreichen wird. Bedenken wurden verstärkt, als Alphabet’s Aktienkurs nach einer Ankündigung einer 91-prozentigen Steigerung der Kapitalausgaben um mehr als 5 Prozent sank. Dennoch appellieren Führungskräfte an die Geduld der Investoren.

Microsoft’s Cloudgeschäft, wo die meiste A.I.-Arbeit stattfindet, verzeichnete ein langsameres Wachstum als erwartet. Dennoch erklärte CEO Satya Nadella, dass ein Großteil der Ausgaben in Land und Gebäude sowie in teure Chips und Hardware investiert werde. Microsoft’s Umsätze aus generativen A.I.-Produkten könnten dieses Jahr die 5 Milliarden Dollar Marke erreichen, für ein Unternehmen mit 245 Milliarden Dollar Jahresumsatz bleibt es jedoch ein kleiner Teil.

Meta, unter Zuckerberg, plant zehnmal mehr Rechenleistung für das nächste große A.I.-Update. Die Firma verschenkt zwar ihre A.I.-Systeme, doch Zuckerberg sieht dies als wertvolle Investition in die Verbesserung aller Produkte.

Amazon meldete Ausgaben von über 30 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr für Kapitalaufwendungen. CEO Andy Jassy betonte, dass die Nachfrage hoch sei und das Unternehmen mehr Kapazitäten benötige. Brian Olsavsky, Amazon’s Finanzchef, sieht in den Investitionen eine langfristige Strategie zur Umsatz- und Kassengenerierung.

Es mehren sich die Zeichen, dass der Boom anhalten wird. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company warnte Mitte Juli, dass die FPGA-Chips bis Ende 2025 knapp sein werden. Zuckerberg fasst zusammen: "Das Potenzial von A.I. ist super spannend."