15. Januar, 2026

Märkte

Taiwans positive Wachstumsprognosen sorgen für Aufschwung an US-Börsen

Der taiwanesische Halbleiterriese Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat mit seinen optimistischen Wachstumsprognosen den US-amerikanischen Aktienmärkten, insbesondere dem sensiblen Halbleitersektor, zu einer signifikanten Erholung verholfen. Mit geplanten Investitionen in Milliardenhöhe in den kommenden drei Jahren zeigt sich TSMC bestens vorbereitet, um die zunehmende Nachfrage nach Halbleiterkomponenten zu bedienen. Diese Nachfrage wird insbesondere durch Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz angetrieben. Infolge dieser positiven Aussichten rückten die Einflüsse der US-Konjunkturdaten in den Hintergrund.

Die Reaktion der US-Börsen fiel entsprechend positiv aus: Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,8 Prozent und erreichte 49.558 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 verzeichnete ein Plus von 0,7 Prozent, wodurch er auf 6.974 Zähler kletterte. Besonders auffallend war die Erholung an der Technologiebörse Nasdaq, wo der Nasdaq 100 um 1,0 Prozent auf 25.732 Punkte zulegte. Dies markiert eine bemerkenswerte Erholung, nachdem er an vorangegangenen Handelstagen ähnliche Verluste hatte hinnehmen müssen.

Von den positiven Neuigkeiten aus dem Fernen Osten profitierten zahlreiche US-amerikanische Zulieferer im Chip-Sektor mit deutlichen Kursgewinnen. Die Aktien von Unternehmen wie Applied Materials, Lam Research und KLA stiegen zwischen 6,1 und 8,9 Prozent. Darüber hinaus legten auch bedeutende Halbleiterhersteller wie Nvidia, Micron Technology, Broadcom und AMD zu, mit Kursgewinnen zwischen 1,6 und 5,8 Prozent.

Auch abseits des Halbleitersektors gab es bemerkenswerte Unternehmensnachrichten: Die großen Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley veröffentlichten ihre jeweiligen Quartalsberichte, die die Erwartungen der Analysten übertrafen. Dies führte dazu, dass die Aktie von Morgan Stanley um 5,8 Prozent an Wert zunahm, während Goldman Sachs einen Zuwachs von 4,7 Prozent verzeichnete. Blackrock, einer der führenden Vermögensverwalter, konnte ebenfalls punkten, da die verwalteten Mittel im vierten Quartal 2025 über den Prognosen lagen; die Aktie gewann dadurch 5,5 Prozent.

Im Bereich der Medizintechnik sorgte Boston Scientific für Schlagzeilen, indem das Unternehmen ein Übernahmeangebot für den Medizintechnik-Konkurrenten Penumbra unterbreitete. Dieses Angebot bewertet Penumbra mit insgesamt 14,6 Milliarden US-Dollar. Penumbra-Aktionäre haben die Wahl zwischen einer Barzahlung von 374 US-Dollar pro Aktie oder knapp 3,87 Aktien von Boston Scientific. Nach der Ankündigung dieses Übernahmeversuchs stiegen die Aktien von Penumbra um 12 Prozent auf 351 Dollar, während Boston Scientific einen Kursverlust von 3,8 Prozent hinnehmen musste.