Anlässlich der jüngsten außerordentlichen Generalversammlung der Swiss Estates AG wurde eine signifikante Kapitalerhöhung beschlossen. Diese Maßnahme dient der strategischen Absicht, die restlichen Anteile der Kolumbus Immobilien AG vollständig zu übernehmen. Swiss Estates AG plant, die verbleibenden 90 Prozent des Aktienkapitals der Kolumbus Immobilien AG durch einen Sacheinlagevertrag zu erwerben, nachdem das Unternehmen bereits im Dezember 2025 zehn Prozent der Anteile erworben hatte. Insgesamt werden dadurch 900 Namenaktien der Kolumbus Immobilien AG mit einem Nominalwert von jeweils CHF 100 in die Transaktion eingebracht.
Zur Vervollständigung dieser Transaktion erfolgt die Kompensation durch die Ausgabe von 6.588.545 neuen Namenaktien der Swiss Estates AG mit einem Nominalwert von jeweils CHF 5. Zusätzlich werden 1.480.000 neue Inhaber-Partizipationsscheine zu ebenfalls CHF 5 emittiert. Die umfassende Bewertung der Kolumbus Immobilien AG, die einen Gesamtwert von CHF 44.825.250 ergab, bildet die Basis für die präzise Bemessung dieser Kapitalerhöhung.
Begleitend zu diesen Entwicklungen fand ein bedeutsamer Wechsel in der Führungsebene der Swiss Estates AG statt. Die bisherigen Verwaltungsräte, Christian Terberger und Udo Rössig, legten ihre Ämter nieder. An ihre Stelle treten die neugewählten Mitglieder Adrian Uebersax, Petar Rados und Sanjeevan Santhasivam. Diese Veränderungen wurden mit einer Zustimmung von über 99 Prozent der anwesenden Aktionäre angenommen, was die breite Unterstützung für die Neuausrichtung des Unternehmens verdeutlicht.
Die Swiss Estates AG hat sich auf Investments in städtische Wohnimmobilien in der Schweiz spezialisiert. Ihr strategischer Fokus liegt auf dem Erwerb von Wohnanlagen mit mehr als 20 Mieteinheiten, insbesondere solcher, die 'undermanaged' sind oder ein Repositionierungspotenzial aufweisen. Die Aktien des Unternehmens sind an der BX Swiss gelistet und unterliegen bestimmten Erwerbsbeschränkungen für ausländische Investoren. Die Partizipationsscheine hingegen sind frei handelbar und zudem an der Börse Düsseldorf notiert. Diese Handelbarkeit ermöglicht es einer breiteren Investorenbasis, an den Wachstumsopportunitäten des Unternehmens teilzuhaben.