18. Mai, 2026

KI

Südkoreanische KI: Lunit revolutioniert Krebsbehandlung mit bahnbrechenden Ergebnissen

Südkoreanische KI: Lunit revolutioniert Krebsbehandlung mit bahnbrechenden Ergebnissen

Das südkoreanische Unternehmen Lunit präsentiert vielversprechende Ergebnisse bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) zur Vorhersage von Therapieerfolgen bei seltenen Tumorerkrankungen. Erste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass das Risiko eines Krankheitsfortschritts oder Todes um bis zu 51% reduziert werden kann. Die vollständigen Ergebnisse werden auf der Jahrestagung der Society for Immunotherapy of Cancer (SITC) 2024 vorgestellt. Lunit konnte zeigen, dass tumorbedingte Veränderungen, die durch KI erkannt werden, signifikant bessere Behandlungsergebnisse bei der Immuntherapie zur Folge haben. Mit dem Einsatz von Lunit SCOPE IO wurden Tumorproben von Patienten, die mit Pembrolizumab behandelt wurden, analysiert. Die Studie umfasste mehr als 500 Proben aus über zehn verschiedenen seltenen Tumorarten. Ergebnisse der Studie zeigen: Erhöhte iTIL-Dichten vor der Behandlung reduzierten das Risiko von Krankheitsfortschritt oder Tod um 51%. Patienten mit gesteigerter iTIL-Dichte während der Behandlung hatten ein um 35% geringeres Risiko. Kombinationen aus erhöhtem iTIL-Wert und verringertem Tumorgehalt führten gar zu einer 68%igen Risikoreduktion. Brandon Suh, CEO von Lunit, betont, dass diese Ergebnisse aufzeigen, wie entscheidend KI in der Aufklärung komplexer Tumorumgebungen sein kann. Der Nutzen von Lunit SCOPE IO, um personalisierte Behandlungsansätze für Patienten mit begrenzten Optionen zu entwickeln, wird hervorgehoben. Parallel dazu verstärkt Lunit seine Partnerschaft mit Roche, um das SCOPE PD-L1 KI-Diagnosetool in deren digitale Pathologie-Plattform zu integrieren. Ein weiteres Highlight der südkoreanischen Innovationskraft ist die Entwicklung eines nicht-invasiven Biosensors zur Früherkennung von Nierenerkrankungen durch Forscher der Chung-Ang Universität in Seoul.