14. April, 2026

Märkte

Stimmungswandel an der Börse: Dax nach Rekordlauf schwächer

Stimmungswandel an der Börse: Dax nach Rekordlauf schwächer

Die Zurückhaltung hat die Frankfurter Börse fest im Griff, denn der Dax schloss nach dem Hoch der letzten Woche nun vergleichsweise verhalten. Anleger zeigen sich bedacht im Angesicht bevorstehender Inflationszahlen aus den USA sowie der anstehenden Entscheidung der EZB hinsichtlich der Zinspolitik. Trotz der aktuellen Entwicklung bleibt die Jahresbilanz des Dax mit einem Anstieg von etwa neun Prozent vorzeigbar.

Die Handelssession am Dienstag endete für den Dax mit einem Minus von 1,32 Prozent bei 18 076,69 Zählern, womit sich der Index lediglich knapp über seinem Tagestief zu behaupten vermochte. Die so wichtige 21-Tage-Linie wurde unterschritten, was bisher als stützende Trendlinie gewertet wurde. Dennoch halten sich Analysten mit pessimistischen Prognosen zurück und betonen, erst ein Fall unter die markante 17 900-Punkte-Grenze könnte das Signal für eine tiefgreifendere Schwächephase sein.

Der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert, verlor 0,53 Prozent und schloss bei 26 992,47 Zählern. Deutliche Verluste verzeichnete auch der EuroStoxx 50 mit 1,09 Prozent Minus, während der französische Cac 40 und der britische FTSE 100 lediglich moderat nachgaben. Die US-Märkte zeigten zur gleichen Zeit ähnliche moderate Rückgänge.

Die kommenden US-Verbraucherpreisdaten könnten für den Dax zur kritischen Probe werden, dennoch scheint eine Zinssenkung seitens der Fed derzeit nicht im Fokus der Marktteilnehmer zu liegen. Auch von der EZB werden keine unmittelbaren Zinssenkungen erwartet, doch im Juni könnte eine Anpassung anstehen, sofern die US-Politik dies unterstützt.

Bei den Einzelwerten stach Infineon hervor, die mit einem Plus von 3,8 Prozent die Dax-Gewinnerliste anführten. Grund hierfür war die Ankündigung von Micron zur Preiserhöhung für Speicherchips und die erweiterte Produktion durch Samsung und SK Hynix. Im Gegenzug gehörten Daimler Truck mit einem Kursverlust von 4 Prozent zu den schwächsten Papieren des Leitindex. Hier wirkte sich der rückläufige Absatz, insbesondere auf asiatischen Märkten, negativ aus. Verluste verzeichneten auch Traton im SDax trotz eines zwischenzeitlich erreichten Rekordhochs. Rüstungsaktien wie Rheinmetall und Hensoldt mussten ebenfalls Einbußen hinnehmen, während Scout24 folgten nach einer revidierten Einschätzung durch HSBC-Analysten. Positive Signale gab es hingegen für Nordex, die dank eines Auftrags aus Südafrika Gewinne verbuchen konnten und mit einem Anstieg des Aktienkurses reagierten.

Der Euro wurde am späten Nachmittag zu 1,0857 US-Dollar gehandelt, während der Referenzkurs von der EZB auf 1,0867 festgesetzt wurde. Im Bereich der Staatsanleihen sank die Umlaufrendite, und der Bund-Future legte zu.