02. Mai, 2026

Wirtschaft

Stellantis plant milliardenschwere Investitionen in italienische Werke

Stellantis plant milliardenschwere Investitionen in italienische Werke

Der Automobilgigant Stellantis hat ehrgeizige Pläne zur Revitalisierung seiner Produktionsstätten in Italien angekündigt. Ein Treffen mit Industrieminister Adolfo Urso sowie Vertretern von Zulieferern und Gewerkschaften brachte Klarheit über die Zukunft der Werke, nachdem es in den vergangenen Monaten Spannungen zwischen dem Unternehmen und der italienischen Regierung gegeben hatte.

Stellantis beabsichtigt, alle italienischen Produktionsstätten bis mindestens 2032 weiter zu betreiben und ab 2026 die Produktion durch neue Modelle zu steigern. Für geplante Investitionen sollen keine öffentlichen Gelder genutzt werden, erklärte Jean-Philippe Imparato, Leiter der europäischen Geschäfte des Unternehmens. Im Jahr 2025 wird das Unternehmen in Italien 2 Milliarden Euro investieren, nachdem bereits im Zeitraum 2021-2025 insgesamt 10 Milliarden Euro geflossen sind.

Industrieminister Urso kündigte staatliche Mittel in Höhe von 1,6 Milliarden Euro zur Unterstützung der italienischen Automobil-Zulieferkette an, wovon über eine Milliarde Euro im nächsten Jahr bereitgestellt werden. Anreize für den Neuwagenkauf sind für 2025 nicht geplant.

Im Werk Pomigliano d'Arco wird Stellantis zwei kompakte Modelle und die nächste Generation des Panda produzieren. In Melfi sollen der Jeep Compass, Lancia Gamma und DS7 sowohl als Elektro- als auch Hybridmodelle gefertigt werden. Die Produktionskapazität soll dadurch verdreifacht werden, und das Werk wird auch den DS8 in einer reinen Elektroversion herstellen.

Das Werk Cassino bereitet sich auf die Produktion großer Modelle vor, darunter der Alfa Romeo Stelvio SUV ab dem nächsten Jahr und die Alfa Romeo Giulia Limousine ab 2026. Beide Modelle könnten auch als Hybridvarianten erscheinen.

Am Standort Mirafiori wird die Produktion der Hybridversion des Fiat 500 ab Ende 2025 aufgenommen. Überdies wird eine Erhöhung der Produktion von eDCT-Getrieben am Turiner Standort von derzeit 600.000 auf 900.000 Einheiten jährlich erwogen.