Der CEO von Starbucks, Brian Niccol, setzt ein deutliches Zeichen zur Verbesserung der Elternzeitregelung für die US-amerikanischen Filialmitarbeiter des Unternehmens. Ab März 2025 plant Starbucks eine erhebliche Ausweitung der bezahlten Elternzeit. Mütter können dann bis zu 18 Wochen volle Bezahlung erhalten, während nicht-gebärende Eltern bis zu 12 Wochen in den Genuss der erweiterten Regelung kommen. Diese Initiative ist Teil der „Back to Starbucks“-Strategie, die darauf abzielt, Starbucks zum attraktivsten Arbeitgeber im Einzelhandel zu machen. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf das Feedback der Mitarbeiter. Niccol erklärte gegenüber FOX Business Digital, dass die Notwendigkeit zur Verbesserung der Elternzeit ihn aufmerksam gemacht habe. "Ich wurde darauf aufmerksam und habe mit dem Team nachgehakt. Dann haben wir weitere Partner kontaktiert", so Niccol. Er ist davon überzeugt, dass dies eine Maßnahme ist, "auf die wir sofort reagieren können." Mit diesem Schritt positioniert sich Starbucks als Vorreiter im Einzelhandel, denn "kein anderer Einzelhändler bietet neue Eltern bessere Konditionen", betont Niccol. Neben der verbesserten Elternzeit fokussiert sich Starbucks auf einen umfassenden Vorteilskatalog. Das Unternehmen verpflichtet sich, 90 % der Führungspositionen im Einzelhandel intern zu besetzen, was klare Aufstiegsmöglichkeiten aufzeigt. Das Starbucks College Achievement Plan (SCAP) bietet nach wie vor 100%ige Unterstützung bei Online-Studiengängen, mit einem neuen Abschlussjahrgang im Dezember 2024. Bereits 15.000 Mitarbeiter haben das Programm erfolgreich durchlaufen, weitere 25.000 befinden sich aktuell in Ausbildung. Finanzielle Anreize sind ebenso ein zentraler Bestandteil der Starbucks-Vorteile. Im Dezember 2024 erhielten 230.000 Mitarbeiter Beteiligungen durch das sogenannte Bean Stock-Programm, das seit seiner Einführung bereits 2,4 Milliarden USD in Unternehmensanteilen an die Mitarbeiter ausgereicht hat. Auch Teilzeitarbeiter profitieren von verbesserten Gesundheits- und Wohlfühlleistungen. Zudem arbeitet Starbucks daran, die Schichtplanung zu optimieren und die Wochenarbeitszeit auf mindestens 24 Stunden zu erhöhen. Niccol erkennt die Herausforderung, den Personalbedarf mit den schwankenden Geschäftsanforderungen in Einklang zu bringen und gleichzeitig verlässliche Dienstpläne zu erstellen. Das Ziel ist, die Filialen während der Stoßzeiten adäquat zu besetzen.
Wirtschaft
Starbucks stärkt Elternzeit: Neue Maßstäbe im Einzelhandel