Inmitten volatiler Handelstage zeichnet sich eine Erholung des Bitcoin-Kurses ab. Die renommierte Kryptowährung, die in den letzten Tagen beträchtlichen Schwankungen ausgesetzt war, notierte im jüngsten Handel auf der Plattform Bitstamp wieder über der Marke von 59.000 US-Dollar – ein Anstieg von über 1000 Dollar im Vergleich zum Vorabend. Diese Kurskorrektur folgt auf die Entscheidung der US-amerikanischen Zentralbank Federal Reserve, den Leitzins zum sechsten Mal in Serie auf dem bestehenden Niveau zu belassen.
Vor diesem geldpolitischen Beschluss hatte der Bitcoin noch unter erheblicher Belastung gestanden, verlor im Laufe der Woche rund 7000 Dollar an Wert und fiel zwischenzeitlich unter die Schwelle von 57.000 Dollar. Dies markierte den niedrigsten Stand seit Ende Februar dieses Jahres.
Marktbeobachter haben ebenfalls starke Kapitalabflüsse aus neuen Bitcoin-basierten Börsengehandelten Fonds (ETFs) in den USA verzeichnet, welche seit ihrer Lancierung Anfang des Jahres als wichtige Katalysatoren für den Bitcoin-Preis galten. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde allein am Mittwoch eine Summe von über einer halben Milliarde Dollar aus diesen Bitcoin-ETFs abgezogen.
Noch im März hatten enorme Akquisitionen von Bitcoin-ETFs, unter anderem durch namhafte Vermögensverwalter wie Blackrock und Fidelity, zu einem beispiellosen Höhenflug des Bitcoins beigetragen, der die Kryptowährung nahe die 74.000-Dollar-Marke trieb. Trotz der aktuellen Stabilisierungstendenz mahnen Experten weiter zur Vorsicht bei Anlagen in Bitcoin, angesichts der historisch beobachteten extremen Volatilität der Digitalwährung.
Im Kontext des turbulenten Kryptomarktes bleiben Spannungen, die sowohl Chancen als auch Risiken bergen, weiterhin Teil der digitalen Wirtschaftslandschaft.