09. Januar, 2026

Wirtschaft

Stabile Stromversorgung im Südwesten Berlins: Arbeiten werden fortgesetzt

Im Berliner Südwesten kehrt nach dem kürzlichen Stromausfall allmählich Normalität ein. Die Wiederherstellung der Stromversorgung, die in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt stand, ist weitestgehend abgeschlossen. Olaf Weidner, Sprecher des Unternehmens Stromnetz Berlin, teilte mit, dass in der vergangenen Nacht keinerlei wesentliche Störungen auftraten. Der derzeitige Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Inbetriebnahme einer zusätzlichen Leitung, um die Versorgungssicherheit nachhaltig zu erhöhen. Trotzdem bleibt angesichts der niedrigen Temperaturen eine gewisse Vorsicht geboten. Weidner äußerte sich dazu: "Gerade bei den aktuellen Temperaturen ist erhöhte Wachsamkeit erforderlich, denn es könnte jederzeit zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen."

Am Mittwochabend gemeldete vorübergehende Stromausfälle ließen sich von offizieller Seite nicht bestätigen. Weidner erklärte: "Nach unseren Informationen ist die gesamte Infrastruktur in Betrieb und keine Region mehr ohne Stromversorgung." Die kurzfristigen Unterbrechungen könnten mit dem sukzessiven Abschalten der Notstromaggregate seit Mittwochnachmittag in Zusammenhang stehen. Diese sollten laut Weidner nur eine maximale Dauer von 30 Minuten erreichen und sind inzwischen vollständig deaktiviert.

Der Anlass für den massiven Stromausfall war ein vermeintlich linksextremistischer Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Dieser Vorfall führte ab Samstagmorgen dazu, dass etwa 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom waren. Der Betreiber Stromnetz Berlin vermerkte, dass dies der längste Stromausfall in der Geschichte Berlins seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war. Dank intensiver Reparaturarbeiten sind mittlerweile rund 100.000 Menschen, die laut dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betroffen waren, wieder mit Elektrizität versorgt. Während die Ursache des Anschlags weiterhin Gegenstand polizeilicher Ermittlungen ist, arbeiten die städtischen Versorgungsunternehmen unermüdlich daran, die Infrastruktur widerstandsfähiger gegen solche Störungen zu machen und vergleichbare Vorfälle in der Zukunft zu verhindern.