16. April, 2026

Wirtschaft

Spritpreise im Ausland: Schlaue Rechner tanken im Urlaub günstiger

Spritpreise im Ausland: Schlaue Rechner tanken im Urlaub günstiger

Die bevorstehenden Pfingstferien laden zu einem Ausflug ins Ausland ein – und bieten Gelegenheit, an ausländischen Zapfsäulen zu sparen. Ein genauer Blick auf die jüngsten Spritpreisdaten der EU-Kommission legt nahe, dass Reisende, die gegen Süden oder Osten steuern, am meisten profitieren können. Bei einer Tankfüllung mit rund 50 Litern lassen sich in den Nachbarländern Deutschlands durchaus über 15 Euro sparen. Allerdings ist es nicht immer die beste finanzielle Entscheidung, erst im Ausland den Tankrüssel anzusetzen.

Die günstigste Pauschalstation für Benzinjäger unter den Anrainerstaaten ist Polen, wo pro Liter Super E5 erfreuliche 32 Cent weniger gezahlt werden müssen. Tschechien folgt auf dem Fuße mit einer Ersparnis von 27 Cent. Dieses Spritpreis-Duo überzeugt ebenfalls mit niedrigen Dieselpreisen: In Polen kostet der Diesel ungefähr 11 Cent weniger, in Tschechien liegt die Ersparnis bei etwa 13 Cent. Auch wer in die slowakische oder ungarische Ferne schweift, wird an den Zapfsäulen mit Preissenkungen für Benzin (27 bzw. 22 Cent) und Diesel (9 bzw. 13 Cent) belohnt.

Südwärts ist Österreich die Adresse der Wahl, mit 22 Cent weniger pro Liter Benzin und einer Reduktion von zirka 5 Cent bei Diesel. Daten des Touring Club Schweiz vom 2. Mai, unabgängige von der EU-Kommission, verraten, dass Benzin in der Eidgenossenschaft etwas verhältnismäßig kostspieliger ist und der Preis für Diesel rund 31 Cent über dem deutschen Niveau liegt. Wer das italienische Flair auftanken möchte, sollte zur Vermeidung von Mehrkosten den Tank in Österreich vollmachen. In Italien selbst zahlt man 3 Cent mehr für Benzin und 11 Cent mehr für Diesel. Eine Ausnahme für tankfreudige Reisende nach Slowenien oder Kroatien: Hier verspricht ein Tankstopp in Österreich keine Ersparnis, da beide Länder mit 30 bzw. 26 Cent weniger für Benzin und 11 bzw. 7 Cent weniger für Diesel Deutschland sowie Österreich unterbieten.

Nach Westen hin müssen deutsche Autofahrer tiefer in die Tasche greifen. In Frankreich sind es beim Benzin und Diesel 5 bzw. 7 Cent mehr; die Niederlande verlangen gar 19 bzw. 10 Cent zusätzlich. Belgien zeigt sich zwiegespalten mit 13 Cent günstigerem Benzin und 8 Cent teurerem Diesel. Luxemburg hingegen bildet ein Paradies für Tanktouristen mit 26 Cent weniger bei Benzin und 18 Cent bei Diesel.

Im Norden Europas ist bezüglich der Spritpreise kein Sparparadies auszumachen: Dänemark liegt mit 18 Cent mehr für Benzin und etwa 4 Cent für Diesel über dem deutschen Niveau. Schweden jedoch entschädigt mit 24 Cent günstigerem Benzin und ebenfalls reduziertem Diesel – eine Steuersenkung zu Jahresbeginn macht es möglich.

Die aufgeführten Preisabweichungen fußen auf Daten der EU-Kommission, Stand 6. Mai, abgesehen von jenen für die Schweiz. Ein träger Wandel dieser ist charakteristisch, da globale Phänomene wie sinkende oder steigende Ölpreise in fast allen Nationen gleiche Wellen schlagen. Ausschlaggebend für Preisunterschiede sind steuerliche Komponenten sowie Abgaben. Zusätzlich fluktuieren die Preise zuweilen erheblich je nach Standort der Tankstelle und Tageszeit. Insbesondere in einigen Ländern können Reisende Kreuzfahrten auf den Autobahnen mit deutlich höheren Kosten rechnen als bei einem Halt an einer Landstraße.