Die deutschen Landwirte sehen sich zu Beginn des Jahres 2025 mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Wie Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, in seiner jüngsten Einschätzung hervorhob, bleiben die Preise auf den Agrarmärkten für viele Produkte unbefriedigend. Im Marktbericht 2025/26 werden vor allem die unzureichenden Preisniveaus für elementare Güter wie Milch hervorgehoben, die weiterhin zu wirtschaftlichen Ungewissheiten führen.
Besonders betroffen zeigt sich der Getreidemarkt: Der aktuelle Verkaufspreis für eine Tonne Weizen beläuft sich auf etwa 180 Euro. Diese Preislage verursacht unweigerlich finanzielle Verluste, da die Produktionskosten für die Landwirte nicht gedeckt werden können. Auch weitere Ackerfrüchte wie Mais und Raps sind von den sinkenden Preisen betroffen und geraten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck.
Darüber hinaus stehen Schweinehalter vor einer äußerst schwierigen Situation. Der momentane Erzeugerpreis für Schweinefleisch liegt bei nur 1,60 Euro pro Kilogramm, was für viele Betriebe bedeutende finanzielle Engpässe signalisiert. Die wirtschaftliche Rentabilität bleibt für viele Primeurwirtschaften außer Reichweite, ein erhebliches Risiko für das Überleben dieser Betriebe.
Parallel dazu durchlebt der deutsche Weinbau eine historische Krise. Trotz einer qualitativen Spitzenernte im Jahr 2025 beläuft sich die Gesamtproduktion lediglich auf 7,3 Millionen Hektoliter und liegt damit signifikant unter dem langjährigen Durchschnitt der vergangenen Dekade. Die Preise für Fasswein sind nicht in der Lage, die Produktionskosten auszugleichen, was durch eine schleppende Inlandsnachfrage und erhöhte Exportzölle in den USA weiter verschärft wird. Dies führt zu einer potenziell langfristigen Reduzierung der Rebflächen, da viele Winzer gezwungen sind, wirtschaftliche Alternativen in Betracht zu ziehen.