Der japanische Technologie-Gigant SoftBank plant, in den kommenden vier Jahren satte 100 Milliarden Dollar in US-amerikanische Projekte zu investieren. Diese Ankündigung soll gemeinsam von Präsident Trump und SoftBank-CEO Masayoshi Son in Trumps Anwesen in Florida verkündet werden. Für Trump, der damit seinen ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Wahl präsentiert, ist dies ein beachtlicher Erfolg, hat er es doch verstanden, gleich zu Beginn seiner Amtszeit kräftig die Werbetrommel für seine Politik zu rühren.
Obwohl Trump bereits zuvor mit groß angekündigten Deals Schlagzeilen machte, die nicht immer den versprochenen Umfang erreichten, erscheint die Investition aus Japan als wirkliche Chance, seine wirtschaftsfreundlichen Pläne zu untermauern. In der Zeit nach seinem Wahlsieg bemühte sich Trump eifrig, mit ausländischen Staatsoberhäuptern zu verhandeln und wirtschaftliche Abkommen zu schaffen, indem er etwa Kanada und Mexiko mit Zöllen auf Importe drohte, was prompt diplomatische Reaktionen nach sich zog.
In einem aktuellen Post auf seinem Social-Media-Kanal versprach Trump schnelle Genehmigungen für Investitionen ab einer Milliarde Dollar, einschließlich aller Umweltnormen: "GET READY TO ROCK!!!" erklärte er enthusiastisch. SoftBank selbst investiert bereits längere Zeit in erfolgreiche Unternehmen wie Yahoo, Alibaba und Nvidia und demonstriert dabei ein sicheres Gespür für zukunftsträchtige Märkte. Die geplante Investition folgt auf Trumps jüngste Andeutung, große Bauprojekte im Energiebereich zu unterstützen.
Historisch erinnert das an die Pläne nach Trumps Sieg im Jahr 2016, die ebenfalls von Son stammen und damals 50.000 neue Arbeitsplätze sowie Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Dollar vorsahen. Doch ob diesmal alle Versprechen eingelöst werden, bleibt abzuwarten.